Sandro Cavegn Es hagelt Kritik am neuen Mister Schweiz

Kaum ein Mister Schweiz sorgte nach seiner Ernennung für derart Gesprächstoff wie Sandro Cavegn. Stimmen werden laut, der 27-jährige Rapperswiler hätte sich seinen Titel erkauft.

Die Enttäuschung unter den Prominenten nach der Sieger-Verkündung war deutlich spürbar. Die wenigsten wollten Sandro Cavegn, 27, als Nachfolger von Luca Ruch auf dem Thron sehen. «Sicher ist Sandro gutaussehend, aber er spricht mich nicht an», sagt Moderatorin Linda Gwerder nach der Wahl zu SI online. Er sei zu glatt und überheblich, wird backstage getuschelt, sein Gang und seine Haltung seien schlecht. Auch seine Ähnlichkeit mit Sven Melig oder gar Luca Ruch kommt zur Sprache, und das Blocher-Zitat, das er während der Livesendung nannte, bringt ihm nicht unbedingt Sympathie ein. Gehört er gar der SVP an? Sandro verneint zwar eine Parteizugehörigkeit, denkt aber «schweizerisch, sozial und unternehmerisch», wie er gegenüber der «Schweizer Illustrierten» sagt.

Auch sein Businessplan und die Sponsorenpreise im Wert von 20'000 Franken, die unter seinen Anrufern verlost wurden, werden ihm angekreidet. Auf SI online werden zudem Stimmen laut, dass es beim Voting nicht mit rechten Dingen zuging. «Für viele SMS bekam ich keine Bestätigung, verrechnet wurden diese allerdings. Ob diese gezählt haben, ist schwer zu überprüfen. Das ganze Voting wurde sehr intransparent gehandhabt», schreibt eine Userin. Und ein User zieht nach und kritisiert, dass die abgegebenen Stimmen nicht selektiert wurden. Man wüsse daher nicht, wer für Sandro als Kandidaten und wer nur für den Wettbewerb angerufen oder eine SMS geschickt hat.

Sandro selbst bezweifelt, dass Leute nur wegen der Verlosung angerufen haben. «Es ging ja nicht um grosse Preise, eher um kleine Goodies. Nur wegen einer solchen Kleinigkeit hat bestimmt niemand ein SMS für mich geschickt», räumt er ein. «Kleinigkeiten» die da wären: vier Champions-League-Tickets, eine Ratan-Sitzgruppe mit Blumentöpfen, 20 Tageskarten für die Gotthard Oberalp Arena, ein Wellness-Weekend oder ein iPad 3. Dass er sich den Sieg damit erkauft haben soll, davon will er nichts wissen: «Ich habe einfach viel dafür gemacht und hatte Leute, die mir dabei geholfen haben. Am Ende ging es nicht darum, wer der Schönste oder Grösste ist. Sondern, wer am meisten Leute mobilisieren kann», sagt er nach seiner Wahl.

Solch ein neuartiges Vorgehen, Stimmen zu sammeln, enttäuscht zahlreiche Schweizer. «Auf diese Art manipulierte Wahlen gewinnen nicht an Publikum und Popularität und schaden allen Beteiligten», wird auf SI online kommentiert. Weiter heisst es, dass die Organisation genau den Mister bekommen habe, den sie verdient habe: «Sandro scheint genau so falsch und untransparent zu sein, wie die ganze Wahl. Ich wünsche ihm und der Organisation, dass er der letzte Mister Schweiz ist.»

Die Aufregung um seine Wahl lässt Sandro kalt. Der neue Mister Schweiz hat in seinem Amtsjahr Grosses vor und nimmt dafür auch Kritik an seiner Vorgehensweise in Kauf. Er sei schon immer sehr zielstrebig gewesen, sagt Augustin Cavegn über seinen Sohn gegenüber SI online: «Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, packt er es auch an.» Diesen Wesenszug habe Sandro von ihm. Den Vorwurf, dass er sich die Wahl erkauft haben soll, findet sein Vater absurd. «Daran ist doch nichts Illegales», sagt er. Ausserdem könne nur einer gewinnen, und das sei halt nun einmal sein Sohn gewesen.

[reference:nid=134456;]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie Ex-Miss-Schweiz Kerstin Cook und Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal auf den neuen Schweizer Schönheitskönig reagierten, sehen Sie im Video:

[simplex:nid=56,57,21415;]

Wir begleiteten das erste Fotoshooting von Sandro Cavegn mit der Kamera:

[simplex:nid=56,57,21416;]

Alles zum neuen Mister Schweiz Sandro Cavegn und der Wahlnacht finden Sie im Dossier von SI online.

Auch interessant