Zoë Jenny «Es war die schlimmste Zeit meines Lebens»

Sie hat eine turbulente Zeit hinter sich. Jetzt lebt Zoë Jenny mit ihrer Tochter in der Toscana und erzählt von ihrem neuen Leben nach der Trennung ihres Ehemannes, ihrer Familie und dem Einbruch in ihr Haus.
Die Schriftstellerin Zoë Jenny («Das Blütenstaubzimmer») ist Mama geworden.
© RDB Die Schriftstellerin Zoë Jenny («Das Blütenstaubzimmer») lebt seit Januar mit ihrer Tochter Naomi in der Toskana.

Erst im Januar sind Einbrecher ins Haus der 37-jährigen Baslerin im italienischen Grosseto eingedrungen. Schmuck und Geld haben sie entwendet. Heute geht es Zoë Jenny wieder besser, wie sie gegenüber «Blick» sagt. «Der Einbruch war natürlich ein Schock, doch man kann ja nicht immer Angst haben.» Die totale Sicherheit sei eine Illusion, ausser man habe eine Privatpolizei, ist sich die Autorin («Das Blütenstaubzimmer») sicher. «Wir haben viel Geld verloren. Aber die Hauptsache ist, dass Tochter Naomi nichts von dem Einbruch gemerkt hat und uns nichts geschehen ist.»

Erst vor Kurzem ist Jenny mit Naomi, 2, von Bali in in die Toscana gezogen. Im Dezember vergangenen Jahres verkündete sie die Scheidung von Noch-Ehemann Matthew Homfray, 32. «Ich habe eine sehr schwierige Zeit hinter mir und ich war im letzten Jahr meiner Ehe extrem unglücklich», erzählt sie heute. «Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Zum Glück hatte ich den Mut, die Si­tuation zu ändern. Die Scheidung ist langwierig und ein grosser Stressfaktor. Ich freue mich auf den Moment, wo die Scheidung vorüber ist und ich wieder in die Zukunft blicken kann.»

Ihre Tochter hat wenig Kontakt zu ihrem Vater, da dieser noch immer in Bali wohnt. Um der Kleinen den Umzug und die Lebensumstellung verständlich zu machen, legt Jenny für jedes Lebensjahr ihrer Tochter ein Fotoalbum an - «so wird sie später einmal nachvollziehen können, was in den ersten Jahren ihres Lebens alles geschehen ist». Die Autorin sieht sich nicht als strenge Mutter, ist sich aber bewusst, dass man Grenzen setzen muss. Kürzlich habe Naomi gelernt, Danke zu sagen, erzählt sie. «Sie ist ein sehr süsses Mädchen, und ich bin, wie wahrscheinlich alle Mütter, enorm stolz auf sie.»

Noch steckt Jennys neuer Alltag als alleinerziehende Mutter voller Herausforderungen. Und auch die neue Sprache birgt einige Schwierigkeiten. Aber der neue Wohnort sei auch bereichernd, die offene italienische Lebensart schätze sie sehr, ebenso das Wetter, die Nähe zu den Städten Pisa, Siena oder Florenz und zu guter Letzt die weltberühmte italienische Küche.

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