Stephan Lichtsteiner Europameister? «Ich tippe auf Deutschland»

Während viele seiner Kollegen von Juventus Turin gerade an der Euro 2012 kicken, hat er Ferien. Im Interview mit SI online sagt Stephan Lichtsteiner, wie es für einen Profi-Fussballer ist, die EM nur am TV verfolgen zu dürfen. Wer seine Lieblingsmannschaft ist. Und wie er seine trainingsfreie Zeit verbringt.
Verfolgt die Fussball-Europameisterschaft mit Argus-Augen: der Schweizer Nationalspieler Stephan Lichtsteiner.
© RDB/Blicksport/TOTO MARTI Verfolgt die Fussball-Europameisterschaft mit Argus-Augen: der Schweizer Nationalspieler Stephan Lichtsteiner.

SI online: Stephan Lichtsteiner, schauen Sie sich die Euro am TV an?
Stephan Lichtsteiner: Ja, natürlich. Leider nur als Fan, was ein wenig schmerzt.

Wem drücken Sie Daumen?
Natürlich für meine Teamkollegen aus Italien. Vom fussballerischen her gefallen mir die Spanier am besten. Und auch die Deutschen sind mir sympathisch.

Das hört man von einem Schweizer eher selten.
Aber sie spielen einen sehr attraktiven Fussball und hätten es auch wieder mal verdient, einen Titel zu erringen. Sie waren in den vergangenen Jahren ja oft genug nah dran. Wenn ich auf jemanden tippen muss, dann auf sie.

Was denken Sie, hätte die Schweiz an der Euro eine Chance?
Kommt auf die Gruppe an. In der Gruppe mit Spanien, Italien und Kroatien oder der Gruppe mit Deutschland, Holland und Portugal wäre es für uns sicher sehr schwer. Gegen andere Gegner hätten wir durchaus Chancen.

Sie haben jetzt fünf Wochen Ferien. Treiben Sie während dieser Zeit Sport?
Nur wenig. Ich mache etwas Fitness oder spiele mal Tennis, um nicht völlig einzurosten. Aber lieber treffe ich Familie und Freunde, die ich während der Saison viel zu selten sehe. Und natürlich verbringe ich viel Zeit mit meiner Frau Manuela und meiner Tochter Kim. Mit ihnen fahre ich jetzt für zwei Wochen nach Ibiza.

Kickt Kim schon mit dem Ball?
(Lacht) Nein, sie ist erst 16 Monate alt und fängt gerade an zu laufen. Gerade gestern war ich mit ihr im Kinderzoo Rapperswil. Ich habe eine Tüte Popcorn gekauft, um damit die Tiere zu füttern. Aber Kim hat sie lieber selber verdrückt. 

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