Ex-Modelagent Charly Werder über die Miss Schweiz «Schade: Ihre Brüste sind gemacht»

Er hatte mehrere Missen unter seinen Fittichen. So versuchte Charly Werder auch Jastina Doreen Riederer zu einem Topmodel zu formen. SI online erzählt der 70-Jährige, weshalb es die Spreitenbacherin im Business schwer haben wird, welche Rolle ihre Familie dabei spielt, und wieso operierte Brüste der neuen Miss im Weg stehen könnten. 

Sie ist hübsch, hat einen extravaganten Stil und ist Miss Schweiz. Doch zu einem Topmodel fehlt es Jastina Doreen Riederer, 19, an massgebenden Eigenschaften. Das behauptet zumindest der ehemalige Modelagent Charly Werder.

Der 70-Jährige führte 50 Jahre lang seine eigene Agentur «Charly Werder Models». Ex-Missen wie Melanie Winiger, 39, Jennifer Ann Gerber, 36, Sandra Aegerter und Valérie Bovard, 46, haben laut Werder für ihn gearbeitet. Auch Christina Surer, 43, und Milo Moiré, 34, zählt der Chamer zu seinen einstigen Schützlingen.

Andere Models wollten nicht mit ihr zusammenarbeiten

«Vom Aussehen her ist Jastina eine perfekte Miss Schweiz. Aber als Model wird sie im Haifischbecken aufgefressen», sagt der Profi. Er kennt Riederer: 2015 stellte ihm ein Kunde die damals 17-jährige Jastina vor. Er sah Potenzial in ihr und nahm sie in eine Vorschulung auf. «Das mache ich mit allen Models so», erklärt Werder.

 

«Jastina kann posieren und ist der Traum eines jeden Mannes. Aber wenns um die Feinheiten der Modelarbeit ging, war sie nicht bereit dazuzulernen.» So sei Riederer immer mit der Einstellung erschienen, schon alles perfekt zu können.

Jastina Doreen Riederer MIss Schweiz 2018
© Keystone

Überschätzt sich Jastina?

«Sie äusserte schon von Anfang an ihren Wunsch, Victoria’s Secret Model zu werden. Heute muss ich sagen: Das wird sie vermutlich nie schaffen.» Riederer sei von Beginn weg kein Teamplayer gewesen. Doch das müssten Models in ihrem Business ein Stück weit sein. So sind sie häufig mit Kolleginnen und Kollegen im Einsatz. Die anderen Models in Werders Agentur hätten sich schon nach kurzer Zeit gegen Riederer ausgesprochen. Eine Zusammenarbeit sei nicht mehr gewünscht gewesen.

Zu viel Luxus?

Ein weiteres Problem: Die 19-Jährige sei extrem verwöhnt. «Sie ist sich seit ihrer Geburt nur an Luxus gewohnt.» Dazu gehörten etwa teure Autos, Kleider und nicht zu reden von ihrem märchenschlossartigen Zuhause im Aargau. «Zudem ist sie nicht belastbar», sagt Charly Werder.

Der Profi bezweifelt zudem, dass es die Miss Schweiz jemals auf die Laufstege der grossen Labels schafft. «Die Brüste sind gemacht. Das ist sehr schade. Denn dadurch passen die Outfits oftmals nicht. Die meisten Auftraggeber wollen keine operierten Mädchen.»

Doch Werder nimmt die junge Frau in Schutz: «Sie kann nichts dafür. Es ist ihre Familie, die ihr schon seit Geburt alles auf dem Silbertablett serviert.» Die enge Bindung zu Riederers Mutter erachtet er als problematisch. «Sie übt zu viel Einfluss auf Jastina aus.»

Der Agent weiss, wie es im Hause Riederer zu und her geht. Von 2015 bis 2017 hat er mit der Familie zusammengearbeitet. Nicht nur, weil er in dieser Zeit Jastina betreute, sondern weil er auch noch für das Buch über Lifestyle, welches Mutter Teresa, 56, herauszugeben plant, fotografierte. Wenn sich die Tochter nicht bald verselbstständige, würde sie sich nie als Topmodel etablieren können. «Jastina tut mir leid. Sie kann selbst nichts dafür», beteuert Werder. Er möchte ihr herzlich zur Krönung als Miss Schweiz gratulieren.

Jastina war Werder nicht geheuer

Ob die Schönheitskönigin die Glückwünsche überhaupt will, ist fraglich. So sieht sie die Zeit mit Werder in einem ganz anderen Licht. «Charly war überhaupt keine Hilfe für mich. ich habe durch ihn keinen einzigen Auftrag erhalten», sagt sie. An seiner Expertise zweifelt Riederer. «Er sagte mir damals sogar, ich solle mich nie als Miss Schweiz bewerben, das sei alles unseriös. Gut, habe ich nicht auf ihn gehört!»

Zudem weist sie seine Kritik, stur zu sein, zurück. «Wenn mir jemand sagt, wie ich mich verbessern kann, lerne ich gerne dazu.» Und dass sie in ein eher luxuriöses Umfeld hineingeboren wurde, sei nicht ihre Schuld. «Meine Ansprüche sind aber nicht hoch. Ich könnte locker ohne den ganzen Besitz auskommen», versichert Jastina.

Jastina Doreen Riederer Miss Schweiz 2018
© David Biedert
Jastina in ihrem Prinzessinnenbett.

Ihre Mama beeinflusse sie zudem überhaupt nicht. «Mit meinen bald 20 Jahren entscheide ich alles selber.» Teresa Riederer gebe, wie es eine gute Mutter tut, Tipps und ihre Meinung.

Jastina sagt weiter, sie sei es gewesen, die die Zusammenarbeit mit dem Modelagenten beendet habe: «Er riet mir, die Brüste zu massieren, damit sie wachsen. Das war mir unangenehm.» Charly Werder bestreitet, ihr jemals diesen Tipp gegeben zu haben. Dass ihre Brüste operiert sind, bestätigt Jastina, sie möchte aber weiter keine Stellung dazu nehmen.

Jastina Doreen zu Brüsten
© Instagram

Auf Instagram bestätigt Miss Schweiz Jastina Doreen: «Ich habe meine Oberweite korrigieren lassen.»

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