Gian Simmen und Franco Marvulli Neuer Job für alte Olympia-Hasen

Eine ganz neue olympische Erfahrung für Gian Simmen und Franco Marvulli: Die beiden Ex-Sportler durften das olympische Feuer ein Stück durch Südkorea tragen.
gian_simmen_franco_marvulli am Fackellauf in Südkorea
© Samsung

Franco Marvulli (l.) und Gian Simmen beim Olympia-Fackellauf 2018 in Südkorea.

Sie waren die Besten ihrer Sportarten, mehrmals Weltmeister, haben beide eine Olympiamedaille. Doch nun durften Gian Simmen, 40, und Franco Marvulli, 39, etwas erleben, das noch weniger Schweizer in ihrem Palmarès haben als Olympiamedaillen: Das olympische Feuer weitergeben.

Seit 1936 legt die berühmte Fackel vor den Spielen jeweils einen weiten Weg zurück: Ende Oktober traditionell im griechischen Olympia entfacht, wird sie bei der aktuellen Reise während 101 Tagen durch 17 Städte und Provinzen des Gastgeberlands Südkorea reisen und am 9. Februar im Olympiastadion von Pyeongchang das olympische Feuer entfachen. 

Die ersten Schweizer Fackelträger seit acht Jahren

Zwei von den über 7000 Trägern sind Simmen und Marvulli – als erste Schweizer seit Pirmin Zurbriggen, 54, und Maria Walliser, 54, vor acht Jahren. «Eine grosse Ehre und ein grosser Moment für uns alte Olympia-Hasen», sagt Simmen dessen Rückkehr in die Welt der Ringe mit einem Jubiläum zusammenfällt: Vor 20 Jahren holte er im japanischen Nagano das erste Snowboard-Gold überhaupt.

Gian Simmen neben der Olympia-Fackel von 1998
© zVg

Gian Simmen posiert stolz mit der Olympia-Fackel von 1998.

«Das Gefühl? Grandios, unbeschreiblich», sagt auch Bahnradfahrer Marvulli zur Fackel-Ehre. Seine Silbermedaille datiert aus dem Jahr 2004, als er in Athen mit seinem Partner Bruno Risi Silber im Madison gewann. 

Der Auftritt wurde genau geplant

Die Vorbereitung für den drei Minuten langen Moment wurde von den Organisatoren minutiös geplant: «Wir hatten eine Sitzung nach der anderen und es wurde uns gezeigt, wie wir die Fackel tragen sollen, wie wir das Feuer bekommen und wieder übergeben.» Nicht vorgegeben immerhin: die Emotionen. Für Simmen und Marvulli war es eine kurze, aber intensive Rückkehr zu den Olympischen Spielen. 

 
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