Nik Hartmann Für ihn wiederholt Ogi seine legendäre Neujahrs-Rede

In der Sendung «SF bi de Lüt» lernten sie sich kennen, in «Gipfelstürmer» feiern sie ein Wiedersehen. Alt Bundesrat Adolf Ogi sorgt in der ersten Folge von Nik Hartmanns neuer Samstagabend-Show für einen besonderen TV-Moment: Er hält noch einmal seine Millenium-Ansprache am Original-Schauplatz.
Bei seiner Neujahrsansprache im Jahr 2000 wars eiskalt und verschneit, beim Revival für die «Gipfelstürmer»-Sendung warm und sonnig: Adolf Ogi (r.) mit Nik Hartmann bei den Dreharbeiten vor dem Lötschbergtunnel.
© SRF Bei seiner Neujahrsansprache im Jahr 2000 wars eiskalt und verschneit, beim Revival für die «Gipfelstürmer»-Sendung warm und sonnig: Adolf Ogi (r.) mit Nik Hartmann bei den Dreharbeiten vor dem Lötschbergtunnel.

Am 1. Januar 2000 steht Adolf Ogi, 70, zu diesem Zeitpunkt Bundesrat, neben einem Tannenbäumchen vor dem Lötschbergtunnel in Kandersteg und wendet sich während sieben Minuten staatsmännisch und eindringlich an die Bevölkerung zu Hause vor den Fernsehern. «Dankbar, zuversichtlich, selbstbewusst - so wollen wir den Weg ins 21. Jahrhundert gehen», sagt er etwa. Und: «Wir bestehen nur mit den Selbstbewussten. Mit jenen, die zupacken. Die Erfolg wollen. Die Herz haben. Und die träumen können. Für sie alle steht dieser Baum. Er wird den Stürmen trotzen.» Die Szene geht in die Geschichte ein, nicht zuletzt weil sie seither als Steilvorlage für zahlreiche Satire-Beiträge dient.

Die Neujahrsansprache feiert nun im Schweizer Fernsehen ein Revival. Für Nik Hartmanns, 40, Sendung «Gipfelstürmer», die am Samstagabend erstmals ausgestrahlt wird, hält sie der alt Bundesrat noch einmal. Am selben Ort, aber zu einer anderen Jahreszeit: Statt eisiger Kälte und Schnee darf sich Ogi diesmal über strahlend schönes Wetter freuen. «Er kann sie noch, sogar besser als damals», berichtet Hartmann SI online von den Dreharbeiten. Und schwärmt weiter: «Ogi war beeindruckend - wie immer.»

Erstmals treffen sich die beiden Schweizer Sympathieträger 2008 in Hartmanns Sendung «SF bi de Lüt - Heimspiel» aus Kandersteg. Damals schenkt Ogi dem Moderator einen Bergkristall, wie er es bei vielen anderen, mit denen er während seiner politischen Laufbahn Kontakt hat, zu tun pflegt. «Jetzt haben Clinton, Anan und Hartmann einen», frohlockt der Hartmann. «Und ich wusste damals, dass ich ihn bei unseren nächsten Treffen immer dabei haben muss.» Bis auf einmal - im Glashaus der Spendesendung «Jeder Rappen zählt» - gelingt ihm das denn auch. Ebenso beim Wiedersehen für «Gipfelstürmer» trägt er den Stein in seiner Hosentasche.

Neben Adolf Ogis berühmter Ansprache präsentiert Nik Hartmann am Samstagabend die 29 weiteren «unglaublichsten Schweizer TV-Momente», die das SRF mittels repräsentativer Umfrage ermittelt und aus dem Archiv gegraben hat. In den drei zusätzlichen Ranking-Shows folgen «Die schönsten Schweizer Lieder» (am 20.10.), «Die grösten Legenden der Schweiz» (27.10.) und «Die unvergesslichsten Schweizer Filme» (3.11.). Mit ihm in Erinnerung schwelgen Moderations-Kollegin Sandra Studer, Fussballtrainer Hanspeter Latour, Schlagersängerin Maja Brunner und Kabarettist Michael Elsener. Weitere Prominente wie Roger Schawinski, Daniela Lager oder Polo Hofer kommentieren die Fernseh-Momente aus ihrer Sicht.

«Gipfelstürmer - Die unglaublichsten Schweizer TV-Momente»: Samstag, 13. Oktober,
20.10 Uhr auf SF 1

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