Hanspeter Müller-Drossaart Gegen Ausländer - für den guten Zweck

Selten bewegte eine bevorstehende Abstimmung die Gemüter wie die Ausschaffungsinitiative und der Gegenvorschlag: Prominente Schweizer setzen sich auf diversen Internetseiten für ein doppeltes Nein ein. SI online sprach mit dem Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart. Durch Videos will er auf die Folgen einer möglichen Annahme aufmerksam machen.

Am 28. November stimmt das Schweizer Volk unter anderem über die Ausschaffungsintitiative und den Gegenvorschlag ab. Das Thema scheint brisant: In Facebook-Gruppen wie«NEIN NEIN - Ich zeige mein Gesicht» oder «2xNEIN - Prominentenkomitee» machen sich Schweizer Stars für ihr politisches Anliegen stark und wollen so Stimmbürger motivieren.

«Beide Vorschläge verletzen die Menschenrechte», erklärt Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart, 55, gegenüber SI online. Auf der Website «Aufruf der Hundert» setzt er sich für die Ablehnung der Initiative und des Gegenvorschlages ein. Unterstützung erhält Müller-Drossaart von anderen Prominenten wie Schauspieler Carlos Leal, Regisseurin Bettina Oberli oder Filmemacher Samir. «Wir engagieren uns sehr für diese Abstimmung, weil nicht das gleiche wie bei der Minarett-Initiative vor einem Jahr passieren darf», sagt Müller-Drossaart.

Drei Kurzfilme sollen die möglichen Folgen einer Annahme aufzeigen: Der Schauspieler spielt einen Schweizer Lehrer, der Schüler mit Migrationshintergrund wegen Lappalien willkürlich ausschliesst. «Die neuen Medien sind sehr wichtig für diesen Aufruf», erklärt Müller-Drossaart. «Mit unserem beschränkten Budget können wir Filmschaffenden so hoffentlich etwas bewegen.» Dass im Video alle Kinder Schweizerdeutsch sprechen, solle zudem nochmals auf die Thematik aufmerksam machen: «Auch wenn Leute anders aussehen, sie sind ein Teil der Schweiz», meint der Schauspieler.

Wie er die Schweizer von einem doppelten Nein überzeugen will, sehen Sie in den Videos:


Die politische Meinung anderer Schweizer Stars sehen Sie in der SI-online-Bildergalerie.

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