Exklusiv: Globis Homestory! Unser liebster Vogel ganz privat

Nach 83 Jahren und 85 Klassik-Bänden lässt uns Globi nun auch in sein Privatleben schauen…oder?

Unsre Freude ist verständlich,
denn nach langem Drängen, endlich,
sind bei Globi wir zu Gast.
«Kommt herein..und aufgepasst!»

Es empfängt uns der gewandte
und bei Gross und Klein bekannte
lustigfreche Papagei,
und man ahnt, er grinst dabei.

Zufall, dass uns Globi als Erstes sein Badezimmer zeigt? Sicher nicht! Will er denken oder träumen, taucht er hier ab. Dazu braucht er herrlich warmes Wasser, kunterbunte Schaumbäder und seine Ente. Dann kommt er auf die tollsten Ideen oder träumt die wildesten Geschichten. «Wenn ich mich in ein Problem verbissen habe und nicht recht weiterkomme, oder wenn ich über das letzte oder das nächste Abenteuer nachdenken will, dann ist so ein Bad genau das Richtige. Und alle Gegenstände, die ihr hier seht, die hab ich irgendwo gefunden und mitgenommen. Ihr könnt ja mal raten, woher die so kommen.» Na? Woher stammt wohl die Muschel über dem Spiegel?

Hund Max und Katze Moritz freuen sich, wenn Globi bei ihnen im Wohnzimmer aufkreuzt. Dann wird es nämlich spannend. «Hier höre ich in meine Hörspiele hinein, gucke die Skizzen des nächsten Buches durch oder überlege mir, was ich als Nächstes aushecken könnte», meint er und lacht: «Die frisch geschmiedeten Verse eines neuen Klassiker-Bandes lese ich immer Max und Moritz vor. Faucht Moritz oder bellt Max, dann weiss ich: Oha, da muss man noch einmal drüber. Verse machen ist etwas ganz Delikates. Die müssen sitzen.» Mit Freunden, die ihn besuchen, spintisiert Globi meist bis tief in die Nacht hinein. Dann werden wilde Geschichten erzählt und die verrücktesten Ideen ausgetauscht. «Dabei entstehen oft lustige oder auch schräge Ideen und Pointen für meine Abenteuer», verrät er. Seine Erfinder hat er schön brav eingerahmt und an die Wand gehängt. Manchmal spricht Globi auch mit ihnen…Ob sie ihm wohl heute noch Ideen zuflüstern?

Nicht gerade jedermanns Sache ist das Schlaf-Ankleide-Arbeits- und Sternenbeobachtungszimmer. Auch hier finden wir allerlei Dinge, die an Globis Abenteuer und Hobbys erinnern. Sein liebstes Sternenbild ist der Pegasus. Von der Decke hängt Globis Bett, quasi eine Schlafschale. «Ich habe das Modell einmal für eine meiner Urwaldreisen konstruiert. Keine Reise, von der ich berichtet habe.» Ist Globi in der Schale, zieht er die Strickleiter hoch, denn so kann Moritz ihn nicht stören. Der möchte sich nämlich am liebsten um seinen Kopf herumlegen. Und dann schnurrt er so laut, dass Globi nicht schlafen kann.

Hat Globis Besuch Glück, dann gehts in die Küche. Auch hier gibt es einige ungewöhnliche Dinge zu bestaunen. Aber wenn Globi erst mit Kochen loslegt, ist die Überraschung perfekt. Und am Ende gibt es die seltensten oder gewagtesten Menüs zu probieren. Nicht immer trifft Globi dabei den Geschmack aller Gäste. Ja, Globi beim Kochen zuzuschauen, macht richtig Spass. Dem SI-Team hat der gewiefte Erfinder sein Gewürzrad vorgeführt. Gesteuert durch ein Tablet, mischt es von Globi kreierte Gewürzmischungen im Handumdrehen zusammen. «Das Spice-Wheel hab ich natürlich patentieren lassen», verrät er kichernd.

Es erstaunt wohl niemanden, dass Globi auch eine prächtige Werkstatt hat, auf die Besucher meist ein wenig neidisch werden. «Denkt ihr, dass ich hier die meiste Zeit verbringe, wenn ich nicht auf Reisen bin?», fragt er listig. Unsere Vermutung, Globi sause manchmal, umwickelt von einem schwarzrot karierten Badetuch und noch vor Wasser triefend, aus der Badewanne hierher, um seine neusten Ideen anzugehen, kommentiert er nicht. Wir sind aber sicher: Ja! Und, psst: Dann und wann vertauscht er Schweissbrenner und Schraubenzieher mit Pinsel und Farben. Aber Resultate dieses Zeitvertreibs bekommen wir keine zu sehen.

Der Dachgarten ist ein ganz besonderer Ort, an dem Globi auch sehr gerne weilt. «Hier besuchen mich allerlei Vögel, bunte Schmetterlinge oder Katzen aus der Umgebung. An schönen, langen Sommerabenden kommen oft die Fledermäuse. Das ist toll, die schnappen die Mücken weg. Fritz, der springende Fisch im Biotop, versucht sich auch als Fliegenfänger. Sehr geschickt ist er dabei.» Einen Nachteil allerdings hat die Pfl anzenpracht: Wenn Globi unterwegs ist, muss jemand nach Fritz und den üppig spriessenden Gewächsen schauen. Aber seine Freunde und Nachbarn machen das gerne, denn sie können dafür die tolle Terrasse benutzen.

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