Mirjana Vasovic war beim «GNTM»-Finale vor Ort So erlebte die Ex-Miss-Kandidatin das Bomben-Drama

Eigentlich hätte es ein schöner Abend mit guter Unterhaltung werden sollen. Doch für Mirjana Vasovic endete das «Germany's Next Topmodel»-Finale im Chaos. Aufgrund einer Bombendrohung musste das Publikum die SAP-Arena verlassen. Gegenüber SI online erzählt die Ex-Miss-Schweiz-Kandidatin, wie die Situation vor Ort war.
GNTM Finale 2015 Abbruch Bombendrohung Mirjana Vasovic vor Ort

Mirjana Vasovic ist empört, dass die Veranstalter die Bombendrohung beim «GNTM»-Finale verheimlichten.

Es hätte das grossartigste Finale in der Geschichte von «Germany's Next Topmodel» werden sollen. Zum zehnjährigen Jubiläum der Castingshow lud Heidi Klum, 41, alle bisherigen Gewinnerinnen ein - neben den vier Finalistinnen sollten auch sie über den Catwalk schreiten. Doch knapp eine Stunde nach Showbeginn kam alles anders. Um 21 Uhr ging bei der SAP-Arena in Mannheim eine Bombendrohung ein. Jury, Publikum und Models mussten die Halle verlassen - mittlerweile hat die Polizei Entwarnung gegeben. Die Ermittlungen nach der anonymen Anruferin dauern jedoch weiterhin an, so das Polizeipräsidium Mannheim.

Die Evakuierung sei ruhig abgelaufen, heisst es vonseiten des Senders. Mirjana Vasovic, 22, beschreibt jedoch ein anderes Bild. Die ehemalige Miss-Schweiz-Kandidatin war mit ihrem Verlobten Steven Zuber, 23 - er spielt für den deutschen Fussballclub TSG 1899 Hoffenheim - vor Ort. Sie hätten am Anfang gar nicht realisiert, dass die Arena evakuiert werde. «Nachdem die erste Kandidatin ausgeschieden ist, habe ich gesehen, wie eine Familie nach draussen rennt. Ich dachte, die wollen aufs WC oder etwas Kleines essen, bevor die Show weitergeht.» Sie selbst sei ebenfalls kurz raus, um etwas zu essen. Als sie zurückkam, sei die Halle praktisch leer gewesen.

GNTM Finale 2015 Abbruch Bombendrohung Mirjana Vasovic und Steven Zuber
© zvg

Da war alles noch gut - Mirjana Vasovic und Steven Zuber geniessen den Anfang des «GNTM»-Finals.

Auch als Heidi Klum und ihre Jurykollegen die SAP-Arena verliessen, dachte sich die kaufmännische Angestellte nichts weiter. «Ich glaubte, sie würden besprechen, wie es nach der Pause weiter geht.» Mehr habe sie nicht erkennen können. Auch ob Klum beim Verlassen der Halle geschrien hat - so ein Bericht der «Bild»-Zeitung -, könne sie nicht sagen. «Sie wirkten sehr ruhig, als sie nach draussen gingen.» Von der Bombendrohung erfuhr Mirjana Vasovic erst bei einem kleinen Zwischenfall mit einem anderen Zuschauer. «Ein Betrunkener schüttete uns seine Getränke an. Als ich ihn zur Rede stellen wollte, sagte er uns: ‹Ihr müsst jetzt sowieso raus, es hat eine Bombendrohung gegeben.› Über die Lautsprecher hiess es aber immer nur, dass es technische Probleme gibt. Nicht einmal das Personal wusste von der Drohung.»

Dass die Veranstalter immer nur von Problemen mit der Technik gesprochen haben, stört die ehemalige Miss-Schweiz-Finalistin. Immerhin hätte die Situation auch brenzlig ausgehen können. «Ich finde es eine Frechheit, dass sie uns in der Halle nicht die Wahrheit gesagt haben und alles verheimlicht haben. Einerseits kann ich es verstehen, sie wollten das Publikum nicht in Panik versetzen. Aber hätte es die Bombe wirklich gegeben und wir wären noch länger in der Halle geblieben, wäre alles anders ausgegangen! Ich bin enttäuscht darüber, wie sie kommuniziert haben.» Erst beim Verlassen der Arena merkte Mirjana Vasovic, dass die Leute Angst hatten. «Da wir im obersten Stock sassen, bekamen wir erst nicht viel mit. Erst im zweiten Geschoss wurde uns klar, dass die Situation ernst war. Die Leute rannten raus, sie hatten Panik.» Vor der Halle dann das Chaos, Hunderte Menschen standen rum und wussten nicht, wie es weitergehen soll. Viele mussten ihre Garderobe und Taschen in der Halle lassen. «Wir haben uns dann ziemlich schnell entschieden, dass wir nach Hause gehen. Falls das Finale doch noch weitergegangen wäre, hätten wir es auch daheim im TV schauen können», so Mirjana.

Dass die Veranstalter zuerst die Jury evakuierte und das Publikum in der Halle warten musste, stösst bei vielen auf Unverständnis. Der Sender selbst hat sich dazu noch nicht gäussert. Dafür teilte ProSieben am Freitagmittag mit, wann das Finale fortgesetzt wird:

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