Manuela Frey «Ich mache keine Fotos mit Cara Delevingne»

Sie ist 17 Jahre alt, schläft mit einem Plüschhasen, isst Vitamin-Tabletten zum Frühstück und läuft während der Fashion-Weeks rund 60 Shows. Nachdem Manuela Frey letztes Jahr den Schweizer Elite Model Look gewonnen hat, hat sich ihr Leben total verändert. Die «Schweizer Illustrierte» durfte sie exklusiv einen Tag lang an der Pariser Modewoche begleiten. 
Manuela Frey Paris
© Hervé Le Cunff

Wer sich im Modelbusiness einen Namen machen möchte, muss häufig gebucht werden und möglichst viele Meter auf dem Laufsteg zurücklegen. Die Fashion-Weeks in New York, London, Mailand und Paris sind besonders wichtig. Während dieser Zeit steigt die Anspannung und der Schlaf wird von neun auf vier Stunden reduziert. Doch Manuela Frey, 17, gewöhnt sich schnell daran, schliesslich hat sie danach genug Zeit, um ihre Batterien wieder aufzuladen. 

Wie hart es hinter den Kulissen zu und her geht, weiss das Model nur allzu gut: «Es gibt Kunden, die streichen dich von ihrer Liste, wenn sie sehen, dass du H&M trägst», erzählt Manuela Frey und schneidet deshalb ihre Etiketten immer weg. Ausserdem schaut sie darauf, dass ihre Kleider wie Designerstücke aussehen, die sie sich nicht immer leisten kann. Dass Models mit Kleidern überhäuft werden ist nicht wahr, genau so wenig wie das Gerücht, dass man sofort reich wird. Denn obwohl die Shows gut bezahlt werden, ist man für Verpflegung, Flugtickets und Übernachtungen selbst verantwortlich. «Es gibt Mädchen, die stehen mit 20'000 Euro bei ihrer Agentur im Minus», weiss Manuela.

Doch es reicht nicht aus, möglichst auf Kleider von der Stange zu verzichten, um weiter zu kommen. Auf dem Laufsteg hinfallen kann das Karriere-Aus bedeuten, und wenn man zu spät kommt, wird das Honorar gekürzt. Sie selbst würde sich übrigens nie mit Topmodel Cara Delevingne fotografieren lassen, weil ihre Alkoholeskapaden dem Ruf schaden könnten, verrät die Aargauerin. Und auch sonst hat die 17-Jährige gelernt, weniger Zweifel zu haben und mehr den Mund aufzumachen, um sich in der Welt des Glamours durchsetzen zu können.

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