Anna Rossinelli «Ich spüre keinen Druck»

Hektik und Rummel um den Schweizer «Eurovision Song Contest»-Star Anna Rossinelli, 24: Einen Tag vor ihrem grossen Auftritt spricht die Baslerin mit SI online über Erfolgsdruck, ihr Outfit und das Düsseldorfer Nachtleben.
Die Schweizer «ESC»-Vertretung Anna Rossinelli ist in Düsseldorf gefragt wie nie - sie hat den Einzug ins Finale geschafft.
© Elke Roels (EBU) Die Schweizer «ESC»-Vertretung Anna Rossinelli ist in Düsseldorf gefragt wie nie - sie hat den Einzug ins Finale geschafft.

SI online: Anna Rossinelli, spätestens seit Ihrer Final-Qualifikation gehören Sie am «Eurovision Song Contest» zu den gefragtesten Personen. Wie geht es Ihnen bei diesem Rummel?
Anna Rossinelli: Jetzt wieder sehr gut. Am Anfang war der Stress gross. Ich habe wenig
geschlafen und war müde. Müdigkeit zusammen mit Nervosität ist keine gute Mischung. Aber jetzt bin ich total ausgeschlafen.

Das spricht nicht fürs Düsseldorfer Nachtleben…
…dafür hatten wir keine Zeit. Abgesehen von den offiziellen Eurovision-Partys waren wir nicht gross unterwegs.

Welches war die beste Party?
Die Türkische.

Die Türken können also besser feiern als singen?

(lacht) Das habe ich nicht gesagt.

Nach Ihrem Final-Einzug ist der «ESC» in der Schweiz plötzlich ein grosses Thema. Der Druck auf Sie steigt. Wie gehen Sie damit um?
Ich spüre keinen Druck. Eigentlich habe ich mit der Qualifikation für den Final die Erwartungen erfüllt. Was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Wir werden auf jeden Fall nochmals unser Bestes geben.

Vor ein paar Monaten haben Sie noch in Basel auf der Strasse musiziert. Wie ist es, auf dieser riesigen Bühne aufzutreten?
Mega toll. Obwohl man vom Publikum gar nicht so viel mitbekommt. Man konzentriert sich vor allem auf die eigene Performance und die Fernsehkameras.

Erkennt man Sie in den Strassen Düsseldorfs?

Teilweise fragen mich die Fans wegen Fotos oder Autogramme. Aber es bewegt sich alles im Rahmen.

In der Schweiz werden Sie wegen Ihres Kleides kritisiert.
Was? Davon weiss ich nichts. Dieses Kleid ist voll mein Geschmack.

Treten Sie im Final wieder im selben Outfit auf?
Ich wollte eigentlich ein kleines Schwarzes tragen, aber die EBU [European Broadcasting Union, Anm.d.Red.] schreibt vor, dass man im gleichen Dress auftritt.

Wagen Sie eine Prognose: Was liegt drin im Final?
Keine Ahnung. Aber die Top Ten wären voll geil.

Und was machen Sie, wenn Sie gewinnen?
(lacht). Ferien! Nein im Ernst: Ich weiss es nicht. Aber etwas kann ich versprechen. Ich werde nichts machen, das ich nicht selber will. Ich werde nicht plötzlich Dinge tun oder sagen, die ich vorher nie gemacht hätte. Ich bleibe Anna Rossinelli.

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