Nadja Schildknecht «Ich weine auch mal bei Filmen»

Ende September startet das neunte Zurich Film Festival. Geschäftsführerin und Co-Direktorin Nadja Schildknecht freut sich darauf - und verrät SI online, was ihr dieses Jahr besonders wichtig ist.
Nadja Schildknecht über das 9. Zurich Film Festival
© Dukas

Nadja Schildknecht, Gründerin und Co-Direktorin des Zurich Film Festivals.

Sie ist nicht nur Gründerin. Seit nun neun Jahren leitet das ehemalige Model Nadja Schildknecht, 36, das Zurich Film Festival auch. Derzeit laufen die Vorbereitungen wieder auf Hochtouren, am Donnerstag wird die neunte Ausgabe eröffnet. Und auch diese hat es in sich: Gaststars wie Hugh Jackman, Harrison Ford oder Daniel Brühl werden heuer auf dem Roten Teppich erwartet. Und ebenso Musiker Gentleman beehrt das Festival und stellt seinen Film «Journey To Jah» vor.

Was Direktorin Nadja Schildknecht aber besonders am Herzen liegt, ist der Einbezug der Kinder. «Wir werden fünf Kinderfilme zeigen. Damit die Kleinen die Filme, die ja teilweise in Fremdsprachen sind, auch verstehen, werden sie live vor Ort übersetzt.» Der Film, der die jüngsten Besucher am meisten überzeugt, wird am Ende mit dem «kleinen goldenen Auge» belohnt. Auch der Filmmusik-Wettbewerb ist für Schildknecht ein grosses Highlight. Hier werden die Komponisten in den Vordergrund gerückt. «Musik und Film gehören einfach zusammen», erklärt die Co-Direktorin im Gespräch mit SI online.

Ohne den richtigen Soundtrack sei es schwierig, dass ein Film richtig das Herz berühre. Ob sie denn selbst mal eine Träne vergiesst bei traurigen Szenen? «Klar. Ich bin ein emotionaler und leidenschaftlicher Mensch», verrät Nadja Schildknecht. Und fügt lachend an: «Aber nicht, dass ich dauernd rumheule.» Ein guter Film sei einfach bewegend und mit Emotionen verbunden. «Selbst ein guter Action-Film funktioniert so.» Der 36-Jährigen ist wichtig, dass das Drehbuch funktioniert und die Schauspieler überzeugen. «Zudem mag ich es, wenn man nach dem Film noch über die Geschichte diskutieren kann», sagt Schildknecht.

Filme sind auch privat ihre grosse Leidenschaft. Auch wenn das Filmvergnügen manchmal zu kurz komme. «Ich arbeite wahnsinnig viel für das Festival. Privat auch noch Filme zu schauen, das schaffe ich oft gar nicht mehr», bedauert sie. Nun, so kurz vor dem Festival-Start, steigt bei ihr die Nervosität. «Man arbeitet ein ganzes Jahr auf diesen Moment hin. Natürlich ist man aufgeregt, auch wenn man weiss, dass alles funktionieren wird.» Gerade weil so viel Herzblut drinstecke.

Zurich Film Festival 2013: 26. September bis am 6. Oktober. Innerhalb dieser elf Tage werden 122 Filme aus 27 Ländern gezeigt.

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