Kisha «Ich will nie mehr so erfolgreich sein»

Das nennt sich dann wohl ein Auftakt nach Plan: Mit frischem Mundart-Country hat das Trio C.H. bereits einen Prix Walo eingeheimst. Trotzdem bleibt Kisha am Boden, wie beim Wohungsbesuch der «Schweizer Illustrierten» klar wurde.

Mundart-Country, das ist nicht gleich Ländlermusik. Obschon eine genaue Übersetzung das vermuten liesse. Doch Kisha und ihre neuen Bandkollegen sprechen von «New Country». Mit den Kollegen sind Nori Rickenbacher, 38, und Singer/Songwriter Reto Burrell, 38, gemeint. Gemeinsam haben die drei die Band C.H. gegründet - und mit dem Namen gebenden «Country Helvetia» im letzten November ihren Erstling vorgelegt.

Das überrascht wenig: Die Musik und ihre Liebe für sie dominieren nach wie vor Kishas Leben. Allerdings mag sie beruflich nicht mehr nur auf diese eine Karte setzen. So arbeitet die 33-Jährige in einem Fantasy-Geschenkladen, drei Tage die Woche. Wohin die Einkünfte fliessen, wissen wir nun auch: «Ich buttere ziemlich viel Geld in meine Wohnung», sagt sie gegenüber der «Schweizer Illustrierten». Ihren Einrichtungsstil würde sie als Landhaus-Stil oder Shabby Chic bezeichnen.

Mit dem Lied «Why?» schaffte sie einst den Durchbruch. Das ist vierzehn Jahre her. «Ich möchte nie mehr so erfolgreich sein», sagt Kisha rückblickend auf bessere Zeiten - und schlechtere. Über ihre englischsprachige CD «Crazy World» urteilte das Feuilleton streng, die Platte sei «von munterer Belanglosigkeit». Heute geniesst Kisha das Leben in Abgeschiedenheit, in der Nähe von Flamatt FR wohnt sie von Bauernhöfen umgeben. Und sie wacht auf zum Gesang der Vögel.

Einzig der Himmel weiss, wohin das jetzige Comeback Kisha und ihr Trio hinbringen wird. Jedenfalls wird sie selbst dabei weniger den Kopf in den Sternen als die Füsse auf dem Erdboden haben.

Das ganze Porträt von Kisha finden Sie in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» Nr. 21. vom 21. Mai 2012 - sowie auf Ihrem iPad.

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