Baschi Ihn plagt das schlechte Gewissen

Im März startet Baschi seine «Neui Wält»-Tournee. Was hinter seinen Erfolg steckt, was er trotzdem anders gemacht hätte und warum ihn Existenzängste plagen, erzählt der Sänger in einem Interview.
Der Basler Sebastian «Baschi» Bürgin, 23, wurde 2003 bei der SF-Sendung «MusicStar» nur Sechster. Heute ist er ein gefeierter Popstar.
© Keystone Der Basler Sebastian «Baschi» Bürgin, 23, wurde 2003 bei der SF-Sendung «MusicStar» nur Sechster. Heute ist er ein gefeierter Popstar.

Alben und Singles mit Platin- und Goldstatus sowie etliche Nummer-1-Platzierungen in den Charts: Baschi, 24, zählt zu den erfolgreichsten Musikern der Schweiz und geht ab 4. März mit seiner neuen Platte «Neui Wält» auf Tournee. Hinter dem Erreichten steckt harte Arbeit: «Manche unterschätzen das Musik-Business. Es ist ein grosser Schritt, ein eigenständiger Künstler zu werden», erzählt er in einem Interview mit dem «Blick». Gerade in Casting-Shows werde einem eine falsche Realität gezeigt. Popstar zu sein, bedeute nicht, auf die Bühne zu gehen, zu singen und abzukassieren». Im Gegenteil: «Es ist ein knochenharter Job in einem Haifischbecken.»

Die Casting-Welt hatte Baschi selbst erlebt. 2004 machte er bei der Schweizer Show «MusicStar» mit, gewonnen hatte damals aber eine andere: Carmen Fenk. Baschi alias Sebastian Bürgin wurde nur Sechster. Er bereut seine Teilnahme nicht, umso mehr eine Entscheidung, die er während der Show getroffen hatte. Es war der Moment, als er seiner Freundin und ebenfalls «MusicStar»-Kandidatin Katy Winter, 23, das Friendship-Ticket zum Bleiben verwehrt hatte. «Ich war dumm», sagt er, «es tut mir bis heute weh». Katy und er hätten sich zwar längst ausgesprochen, trotzdem plagt ihn der Gedanke: «Was wäre, wenn sie damals auch weitergekommen wäre».

Und was wäre, wenn niemand mehr Baschi hören möchte? «Logisch, plagen mich Zukunftsängste.» Nur mit einem Sekundar-Abschluss in der Tasche sei es schwierig, sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Ein Traum wäre es, ein eigenes Restaurant zu eröffnen - und einmal eine Familie zu gründen.

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