Kerstin Cook Ihre Pariser Agentur findet sie zu dick

Sie hat täglich zig Castingtermine, seit Anfang September einen Modelvertrag bei der französischen Agentur «Mademoiselle» in der Tasche und sie stand bereits für ein Online-Katalog-Shooting vor der Kamera. Für Ex-Miss-Schweiz Kerstin Cook ist Paris ein voller Erfolg. Nur langfristig dort arbeiten will sie nicht.

In zehn Tagen steht die Pariser Fashion Week vor der Tür und Kerstin Cook hetzt von einem Termin zum nächsten. Bis zu vierzehn Castings täglich stehen bei der Ex-Miss-Schweiz in den nächsten beiden Wochen an. «Das ist ganz schön stressig. Ich habe keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll», sagt das Model, als sich SI online nach ihrem Befinden in der französischen Hauptstadt erkundigt. Doch zusammen mit ihren drei Mitbewohnerinnen ginge alles ein bisschen leichter: «Wir verstehen uns sehr gut und gehen oft zusammen an die Castings», erzählt sie weiter. 

Doch die Konkurrenz ist gross: «Es sind hunderte Models hier in Paris. Und alle suchen sie einen Job.» Sie selbst konnte sich kürzlich gegen ihre Mitbewerberinnen durchsetzen: «Ich hatte ein Shooting für ein Online-Katalog. Ich weiss aber nicht, wann und wo genau die Bilder zu sehen sind.»

Auch wenn sie von Paris verzaubert ist und sich gut vorstellen könnte, in der Stadt der Liebe und Mode zu wohnen, so ganz warm wird sie hier aber nicht. Vor allem nicht mit den harten Bedingungen, die im Model-Business herrschen: «Ich bin dermassen erschrocken, als ich die Mädchen hier zum ersten Mal gesehen haben. Alle sind so wahnsinnig mager. Ihr Anblick tut mir fast weh.» Für den Geschmack ihrer Agentur ist Kerstin zu dick: «Man sagte mir, ich müsste mit meinen 1 Meter 80 noch fünf Kilo abspecken.» Dabei wiegt die 23-Jährige gerade mal 60 Kilo. «Ich werde mich aber niemals so abmagern», sagt sie aus voller Überzeugung. Daher ist Paris für sie keine Stadt zum längerfristig Arbeiten. 

Nach einem Monat in Frankreich geht es für Kerstin weiter nach Mailand und London. Ihr Freund Silvan kann sie in dieser aufregenden Zeit leider nicht besuchen. Doch würden sie sich nach bald sechs Jahren noch immer vermissen und täglich miteinander telefonieren. «Es kann uns also nichts trennen», sagt das aufstrebende Model.

 

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