Mister Schweiz 2012 Jedem Kandidaten eine Partnerin

Bis zur Mister-Schweiz-Wahl im August müssen sich die 14 Titelanwärter als Botschafter einer Firma beweisen. Für die einen dürfte die Aufgabe zu einer grossen Herausforderung werden.

Zu den Hauptaufgaben eines Schönheitskönigs gehört es, Aushängeschild für diverse Marken, Events oder Firmen zu sein. Da kann es nicht schaden, schon einmal die Probe aufs Exempel machen: Jeder der diesjährigen 14 Mister-Schweiz-Kandidaten hat einen Sponsoren zugewiesen bekommen. Nun gilt es, eine eigene Strategie zu entwickeln, «wie er das jeweilige Unternehmen in seiner Funktion am besten unterstützen kann», erklärt Ralf Huber, Geschäftsführer der Mister-Schweiz-Organisation, gegenüber SI online. «Überspitzt ausgedrückt haben 14 Kandidaten eine Lehrstelle gefunden. Jetzt gibt's eine Crash-Ausbildung - und der Sieger erhält schliesslich den Arbeitsvertrag.»

Dieser ist heiss umschwärmt, die Bemühungen entsprechend gross. «Ich habe letzte Woche bereits ein kleines Marketingkonzept eingereicht», sagt «Lehrling» Sandro Cavegn, 27. Der Rapperswiler darf die Luxus-Automarke Aston Martin repräsentieren. Als grosser James-Bond-Fan sei er «prädestiniert» für diesen Job. Sandro sprüht vor Ideen: Am liebsten würde er bis zu den Wahlen mit einem Aston Martin herumkurven, für öffentliche Auftritte sein Hemd mit dem Logo versehen und einen Open-Air-Kino-Abend mit «007»-Filmen organisieren. Zudem sollen seine Kuriere - Sandro ist stellvertretender Geschäftsführer der Pizza-Kette Dieci AG - künftig bei Lieferungen Wettbewerbs-Flyer verteilen. «Zu gewinnen gäbe es eine Fahrt mit einem Aston Martin.»

Kreativ sind auch die Ideen von Philipp Wyss, 23, aus Egolzwil im Kanton Luzern. Dem Gidor-Botschafter schwebt eine Autogrammstunde inklusive Mitarbeit beim Haarewaschen vor - «oben ohne», wie er verrät. Dass er für die Coiffeur-Kette im Einsatz stehen darf, sei für ihn eine «riesen Ehre». Gar kein bisschen neidisch auf Aston-Martin-Aushängeschild Sandro? «Natürlich würde ich auch Aston Martin gerne vertreten - aber ich habe definitiv einen grösseren Bezug zu Haaren als zu Autos.»

Nur wenig mit seiner Firma identifizieren kann sich hingegen Kandidat Dario Hold, 22. Er hat die schwierige Aufgabe, Saremco Cosmetics - einen Hersteller und Vertreiber von Nagelkosmetik-Angeboten - zu unterstützen. «Ehrlich gesagt, bin ich kein Spezialist auf diesem Gebiet», gesteht der Bad Ragazer. «Es geht wohl um Nagellack und Kunstnägel.» Im ersten Moment ist er denn auch erschrocken über sein hartes Los. Dann aber hat Dario den Spiess umgedreht und die Aufgabe als Herausforderung betrachtet. «Daraus lässt sich was Cooles machen. Und wenn ich das gemeistert habe, bin ich für alles gewappnet», ist er überzeugt. Bald setzt er sich mit den Verantwortlichen zusammen, um mögliche Marketingstrategien zu besprechen.

Ähnlich wie Dario ergeht es Ronny Lnenicka, 25, aus Berikon AG. Er muss mit Rich Prosecco ein typisches Frauen-Produkt vertreten. Er nimmt's aber gelassen und agiert bereits als perfekter Botschafter: «Ab und zu trinke auch ich mal ein Gläschen.» Punkto Vermarktungsstrategie hält er sich bedeckt, noch will er seine Ideen für sich behalten. Die Konkurrenz für den Traumjob ist schliesslich gross - zumal zwei Finalisten bereits vor dem zweiten Mister-Camp im Juni die Männergruppe verlassen müssen.

Alle 14 Mister-Schweiz-Kandidaten sehen Sie in der SI-online-Bildergalerie. Die Porträts finden Sie im entsprechenden Dossier.

Alles zum amtierenden Mister Schweiz Luca Ruch gibt es hier. 

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