Jürg Marquard Jetzt spricht der Master der Mister

Es gibt keine Mister-Schweiz-Wahl dieses Jahr. Es fehlen die Sponsoren. Und das Geld. Jürg Marquard, Besitzer der Mister-Organisation, erklärt, warum er die Wahl nicht einfach selbst finanziert.
«Ich lasse die Wahl nicht untergehen», sagt Jürg Marquard, 67, Mehrheitsaktionär der Mister-Schweiz-Organisation.
© RDB/SI/Bruno Voser «Ich lasse die Wahl nicht untergehen», sagt Jürg Marquard, 67, Mehrheitsaktionär der Mister-Schweiz-Organisation.

Schweizer Illustrierte: Herr Marquard, liegt Ihnen nichts an der Mister-Schweiz-Wahl, dass Sie sie einfach untergehen lassen?
Jürg Marquard: Wenn mir nichts an der Wahl gelegen wäre, hätte ich die Mister-Schweiz-Organisation den damaligen Besitzern nicht für einen hohen Preis abgekauft. Im Übrigen habe ich auch nicht vor, die Mister-Schweiz-Wahl sang- und klanglos untergehen zu lassen, sondern habe zusammen mit meinen Kollegen im Verwaltungsrat beschlossen, für ein Jahr zu pausieren. Dieser Entschluss ist uns nicht leichtgefallen, aber die finanzielle Grundlage für eine erfolgreiche Durchführung in diesem Jahr war einfach nicht gegeben.

Warum finanzieren Sie die Wahl nicht einfach selbst?
Wenn Sie mit dieser Frage darauf anspielen, dass ich mir dies gut leisten könnte, liegen Sie nicht falsch. Aber für mich und meine Partner ist die Mister-Schweiz-Wahl keine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern eine geschäftliche Investition. Wir möchten das investierte Geld zurückverdienen und uns nicht mit zusätzlichen Verlusten belasten.

Was ist Ihrer Meinung nach schiefgelaufen, dass man keine Sponsoren mehr findet?
Wir haben zu lange an einem neuen Konzept gearbeitet und kamen deshalb bei der Sponsorensuche zu sehr unter Zeitdruck.

Hat der amtierende Mister Schweiz einen Fehler gemacht? War er zu wenig präsent in seinem Amtsjahr?
Sandro Cavegn hat einen guten Job gemacht und wird dies sicher weiter bis zum Ende seines Amtsjahres tun. Er hat sich sehr in seine Rolle als Mister Schweiz eingebracht. Dass er als Mann mit Ecken und Kanten etwas mehr polarisiert als sein Vorgänger Luca Ruch kann man ihm nicht vorwerfen. Niemand kann es allen recht machen. Auch nicht ein Mister Schweiz

Findet 2014 wieder eine Mister-Wahl statt?
Davon gehe ich aus.

Bleiben Sie Besitzer der Mister-Schweiz-Organisation?
Selbstverständlich. Ich bleibe Mehrheitsaktionär zusammen mit meinen Partnern Max Sieber, Urs Brülisauer und meiner Ehefrau Raquel. 

 

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