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  4. Movember Schweiz 2012: HC Lugano & EHC Biel machen auch mit - Fotos

«Movember»

Jetzt wirds auch bei den Sportlern haarig

Mitte November hat das «Movember»-Fieber die Schweiz endgültig erreicht! Nicht nur über Tim Wielandts Oberlippe spriesst der Schnäuzer, mittlerweile zählen auch diverse Sportler zu den «Mo Bros».

Tim Wielandt Movember 2012 Schnauz Update Haarwuchs
HC Lugano Moustache Movember 2012
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Die Spieler vom HC Lugano geben nicht nur im Sport vollen Körpereinsatz. Flavien Conne, Stefan Ulmer, Dominik Schlumpf, Daniel Steiner, Luca Sbisa (vorne v.l.n.r.), Jordan Murray, Johann Morant, Brett McLean, Leandro Profico, Michael Flückiger, Ilkka Heikkinen, Luca Fazzini, Steve Hirschi (hinten v.l.n.r.) machen mit bei... via Facebook.com/movemberbianconeri

Es spriesst und wuchert über den Oberlippen der Schweizer Männer. Die weltweite Wohltätigkeitsaktion «Movember», die mit Schnäuzen auf die Prostatakrebs-Problematik aufmerksam machen will, liegt in diesem Jahr auch hierzulande voll im Trend. «Es läuft wahnsinnig gut», sagt die Schweizer Sprecherin der Aktion Mira Zawrzykraj gegenüber SI online. «Wir haben unser Ziel schon Mitte Monat übertroffen.» 2000 Personen sollten sich bis Ende November auf ch.Movember.com registrieren, bisher haben sich bereits 2700 angemeldet. Wie engagiert die «Mo Bros» sind, lässt sich an der Spendensumme erkennen: Mit den 80'000 Franken, die bisher gesammelt wurden, belegt die Schweiz Rang 14 im weltweiten Gesamt-Ranking.

Einfluss auf den Erfolg haben sicher auch die prominenten Aushängeschilder von «Movember». Der Schweizer Fussballer Tranquillo Barnetta setzt genau so auf Schnauz wie Ex-Mister-Schweiz Tim Wielandt. «Es sieht extrem bizarr aus», berichtet dieser. Er habe sich auch nach zwei Wochen noch nicht an seinen neuen Look gewöhnt. Dennoch ist er weiterhin überzeugt von der Aktion und bewirbt sie zünftig, wie etwa vergangene Woche an den Fashion Days in Zürich, als er ein bisschen über sein Ziel hinausgeschossen ist. «Ihr seid also auch dabei?», habe er die Schauspieler-Brüder Martin und Patrick Rapold gefragt, als er diese mit Schnäuzern im VIP-Bereich erspähte. «Sie wussten überhaupt nicht, wovon ich sprach», erzählt Tim. «Aber solche Situationen sind gut, so wird über ‹Movember› gesprochen.»

Für den guten Zweck setzen sich auch diverse Eishockeyspieler aus der Nationalliga A ein. So ist der EHC Biel auf Wunsch der Spieler mit von der Partie, und auch der Hockeyclub Lugano unterstützt die Aktion tatkräftig. Die Spieler rufen die Fans auf der eigens für «Movember» kreierten Facebook-Fanseite mit einem Schnauz-Schnappschuss und den Worten «Please, donate now!» zum Spenden für die Krebsliga auf. Während der Spiele bewerben sie die Aktion mit Flyern. «Movember» sei halt ansteckend, sagt Team-Captain Daniel Steiner. Er weiss, wovon er spricht: «Zu Beginn waren wir acht Mannschaftsmitglieder, die sich den Schnauz wachsen lassen wollten. Mittlerweile sind einige dazugekommen.»

Dass sie während dieses Monats über Eitelkeiten hinwegsehen müssen, ist für die Sportler indes kein Problem: «Der Schnauz passt irgendwie zu unserem Schlag, wir Eishockeyspieler nehmen uns selbst nicht so ernst.» Dennoch ist auch Steiner ein bisschen froh, wenn er die Gesichtsbehaarung Ende November wieder wegrasieren kann. «Mit dem Schnäuzer sehe ich nämlich aus wie mein Vater.»

 

Von Ramona Thommen am 16. November 2012