Linda Fäh «Job in den USA? Warum nicht»

Die Miss-Universe-Wahl ist Vergangenheit und damit neigt sich für Linda Fäh auch das Amtsjahr dem Ende zu. In einem Monat muss sie ihre Miss-Schweiz-Krone abgeben. Für SI online blickte sie zurück auf die vergangenen zwei Wochen in Las Vegas und in die Zukunft.
Linda Fäh blickt ihr Zukunft mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen.
© Reuters Linda Fäh blickt ihr Zukunft mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen.

«Obwohl ich im Jury-Gespräch ‹Dear Mr President› von Pink gesungen habe, bin ich nicht ins Finale gekommen», scherzt Linda Fäh am Tag nach ihrem Scheitern an der Miss-Universe-Wahl. Klar sei sie enttäuscht, wie sie gegenüber SI online zugibt, «schliesslich habe ich alles gegeben». Las Vegas aber sei nun passé und «damit die Zeit des Gefängnises, in dem ich gelebt habe». Jetzt sei sie wieder ein freier Mensch, könne sich bewegen, wie und wo sie wolle. Übermorgen reist die Miss Schweiz mit ihrer Familie weiter nach Los Angeles, bevor es Ende Woche zurück nach Hause geht.

In ihrem Gepäck hat sie tolle Erinnerungen und viele E-Mail-Adressen ihrer Missen-Mitstreiterinnen. Zwar habe sie sich mit allen gut verstanden. «Doch zwei Wochen lang nur mit Frauen zusammen zu sein, ist auch anstrengend.» Gabs denn keine Gelegenheit, auch mit einheimischen Männern in Kontakt zu kommen? «Dafür fehlte schlichtweg die Zeit», lacht Linda. «Die einzigen Männer, die ich gesehen habe, waren die Bodyguards. Aber die waren zu alt.» Genau wie Donald Trump, Mitbesitzer der Miss-Universe-Organisation. Ihn durfte die Ostschweizerin kennenlernen und ihm die Hand schütteln. «Ein sehr sympathischer Mann» lautet Lindas Fazit. Sollte er, der manch einem Jungtalent eine Praktikumsstelle in einem seiner Unternehmen anbietet, ihr ein Angebot unterbreiten, wäre sie nicht abgeneigt. «Ein Job in den USA? Warum nicht! Irgendwann vielleicht schon, aber jetzt freue ich mich auf die Schweiz und meine Zukunft dort!», betont die 22-Jährige.

In der Heimat wartet auf Linda noch knapp ein Monat - vollgestopft mit Fotoshootings, Modenschauen, Autogrammstunden und Interview-Terminen. Dann geht auch für sie das Amtsjahr als Miss Schweiz zu Ende, am 25. September wird sie ihre Krone der Nachfolgerin überreichen müssen. «Ein trauriger Moment», gesteht sie, «aber auf der anderen Seite freue ich mich auf das, was kommt. Auch habe ich dann endlich mal wieder Zeit durchzuatmen und kann selber entscheiden, was ich machen möchte.» Vor allem die Gesangskarriere schwebt ihr da vor Augen, doch ihre Aufgabe als Ex-Miss-Schweiz mit Modeln und Moderieren möchte sie nicht ganz ausser Acht lassen. «All das macht mir sehr viel Spass.»

Wäre ein krönender Abschluss ihres Missen-Jahres nicht ein Auftritt in der Wahlnacht? «Das wäre natürlich toll und eine grosse Ehre für mich. Davon war noch gar nicht die Rede.» Es sei ein Traum, «aber du musst im Leben Träume und Ziele haben.»

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