Jörg Schneider So liebevoll kümmert er sich um seine Romy

Er ist bekannt für seine Witze, seine Schlagfertigkeit und seine Werke - sei es ein Fernseh-Schwank, eine Theatertournee oder natürlich der Kasperli: Jörg Schneider. Nach sechs Jahrzehnten auf der Bühne denkt er ans Aufhören - zumindest will er kürzer treten. Denn auch einem Komiker ist nicht immer zum Lachen zumute. Seine Ehefrau Romy Schneider sitzt nach einer Rückenoperation im Rollstuhl.

«Häppi Änd» heisst seine letzte Tournee, die er selber produziert. Klingt passend. Doch der Schweizer Kult-Komiker Jörg Schneider sagt gegenüber der aktuellen «Schweizer Illustrierten»: «Der Titel ist Zufall, der stand schon fest vor meinem Entschluss kürzerzutreten.» Für kleinere Engagements sei er weiterhin zu haben. Doch fünfmal pro Woche auf der Bühne zu stehen, das ist dem 79-Jährigen zu viel. Denn auch bei einem glatten Cheib wie Jörg Schneider ist nicht immer alles rosig. 2010 verstarb sein Sohn Urs an seinem 46. Geburtstag an einem Herzstillstand. Und seine 76-jährige Frau Romy ist seit ihren Rückenoperationen im vergangenen Jahr querschnittgelähmt.

Ein Ärztepfusch? «Nein, das kann man so nicht sagen», erklärt Romy Schneider. «Es war Pech bei einem risikoreichen Eingriff.» Für sie, die im Heim aufgewachsen ist, war sofort klar, dass sie um jeden Preis zuhause wohnen bleiben will. Und ihr Ehemann machts möglich. «Ich bin Jörg dankbar, dass er mich dabei unterstützt», sagt sie. Hilfe hat das Paar zudem von der Spitex und «super Nachbarn». Die Wohnung haben sie behindertengerecht umbauen lassen. Und wenn dann auch noch ab und zu Stiefenkelin Valeria, 24, vorbeischaut, freut sich Romy.

Ohne die Hilfe von ihnen allen könnte das Ehepaar seinen Alltag nicht bewältigen. Denn auch Jörg Schneider ist nicht mehr ganz fit. Das rechte Bein schmerzt ihn. Aber selbst in einer solchen Situation verliert er seinen Humor nicht. Da er in «Häppi Änd» einen alten Mann spiele, dürfe er hinken.

Seit über 50 Jahren sind Jörg und Romy Schneider verheiratet. Seit der Schauspieler die Platzanweiserin im Theater gesehen hat, gibt es für ihn keine andere mehr. Es war Liebe auf den ersten Blick. Und bald wird er mehr Zeit für seine Ehefrau haben. Momentan muss er noch einiges den Fachkräften überlassen, doch er bringt seinem Schatz jeden Morgen das Frühstück ans Bett, mittags essen sie gemeinsam. Und nach der «Häppi Änd»-Tournee in einem Jahr hat endlich er mehr Zeit für den Haushalt, für seine beiden Hunde Cleo und Mara, für Theaterbesuche - und natürlich für Romy.

Lesen Sie die ganze Geschichte von Jörg Schneider - und sehen Sie mehr Bilder - in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» Nr. 13 vom 24. März 2014. Jetzt am Kiosk oder auf Ihrem iPad.

Auch interessant