Nach Eigentor gegen Portugal Djourou sucht Trost in der Familie

Nach seinem Patzer im gestrigen Match gegen Portugal braucht Nati-Spieler Johan Djourou dringend eine Pause. Energie tankt er zu Hause bei seinen vier Mädels.
Johan Djouru
© Keystone

Die Enttäuschung bei Nati-Spieler Johan Djourou (l.) war gross. Lachen konnten am Schluss Cristiano Ronaldo (r.) und seine Teamkollegen.

Von wegen Ausschlafen und Erholen! Die Nati-Stars Xherdan Shaqiri, 26, und Blerim Dzemaili, 31, wurden heute Morgen bereits um 6.15 Uhr von der Limousine im Hotel Marriott abgeholt und zum Flughafen Lissabon chauffiert. Von dort reisten sie sie zu ihren Klubs nach Stoke (England) und Montreal zurück.

Auch die übrigen Akteure verabschiedeten sich in alle Himmelsrichtungen zu ihren Vereinen. Nur drei Spieler fliegen um 11 Uhr Schweizerzeit mit dem SFV-Tross nach Zürich zurück: die Basler Manuel Akanji, 22, und Michael Lang, 26, sowie Leverkusen-Söldner Admir Mehmedi, 26, der von dort weiter nach Düsseldorf jettet.

«Daheim kann ich aufladen»

Als Letzter verlässt Johan Djourou, 30, den Ort des Schreckens, an dem die Schweizer gestern Abend die direkte WM-Qualifikation vergeigt haben - und der Verteidiger hat den Niedergang mit seinem Eigentor zum 0:1 eingeleitet.

Djourou fliegt am Mittag via Istanbul nach Antalya, wo er seit diesem Sommer unter Vertrag ist. An der türkischen Riviera erwartet ihn süsser Trost: Gattin Emilie, 30, sowie die drei Töchter Lou, 7, Aliany, 4, und Julia, 2. Sie werden ihren Papa auf andere Gedanken bringen. «Daheim kann ich aufladen, meine vier Frauen machen mich stark», sagt Djourou.

Johan Djourou
© Toto Marti/Blick

Djourou holt sich Trost bei seiner Frau Emilie und den Töchtern Lou, Aliany und Julia. Wie auch damals am 25. Juni 2016, als die Schweiz im Uefa Euro Achtelfinale gegen Polen scheiterte.

Djourou bleibt optimistisch

An vier Welt- und Europameisterschaften hat er schon mitgespielt. Den Traum, im Juni 2018 in Russland sein fünftes grosses Turnier bestreiten zu können, hat der Genfer aber noch nicht abgeschrieben. «Wir hatten einfach einen etwas schwierigen Tag. Aber man darf jetzt nicht alles negativ sehen. Die Mannschaft hat während der ganzen Qualifikation Charakter und mentale Stärke gezeigt.»

Bitter, dass man mit 27 Punkten aus 10 Spielen nicht direkt qualifiziert ist! Djourou: «Es gibt nicht viele Teams, die mit so vielen Zählern auf dem Konto in die Barrage müssen. Das ist unglücklich. Wir hätten gerne einen perfekten Lauf hingelegt bis Russland.»

Der nächste Gegner ist noch unbekannt

Am nächsten Dienstag, 17. Oktober, findet die Auslosung des Barrage-Gegners statt. Ob Griechenland, Irland, Nordirland oder Schweden auf die Schweizer wartet, ist für Djourou unerheblich: «Wir müssen in der Barrage nochmal alles geben! Wir gehen die Spiele motiviert an, denn wir wissen, was wir können.»

Die Entscheidungs-Spiele finden vom 9. bis 11. (Hinspiele), bzw. 12. bis 14. November (Rückspiele) statt. Noch dürfen Djourou und Co. weiterträumen!

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