Der «Arena/Reporter»-Moderator im Interview Jonas Projers Kinder bekommen noch lange kein Handy

Anlässlich der «Arena/Reporter»-Sendung spricht Moderator Jonas Projer über seinen Umgang mit dem Smartphone. Für den fünffachen Vater ist klar: Seinen Kindern will er so lange wie möglich kein Handy geben.
Jonas Projer «Arena»-Moderator und Co-Moderator von «Arena/Reporter» Porträt 2018
© SRF/Oscar Alessio

Beruflich und privat auf Erfolgskurs: «Arena/Reporter»-Moderator Jonas Projer ist mit 37 Jahren fünffacher Vater.

Herr Projer, wenn Sie sich entscheiden müssen: Ist das Smartphone Fluch oder Segen für Sie?
Weder noch. Es ist ein Werkzeug, das viel Selbstdisziplin von mir verlangt – die ich leider nicht immer habe.

Wie viele Stunden pro Tag sind Sie durchschnittlich online?
Keine Ahnung! Wie müsste ich das messen? Im Büro zum Beispiel bin ich ja die ganze Zeit online.

Welche App öffnen Sie morgens als Erstes?
E-Mail.

In welchen Momenten legen Sie Ihr Handy zur Seite?
Am Esstisch, bei der Gute-Nacht-Geschichte und beim Spielen mit den Kids, im Bett.

Jonas Projer «Arena/Reporter»-Moderator Porträt 2017
© SRF/Daniel Winkler

In der SRF-Sendung «Arena/Reporter» redet Jonas Projer mit seinen Gästen über das Smartphone und die ständige Erreichbarkeit im digitalen Zeitalter.

Was ist für Sie ein Grund, das Handy ganz auszuschalten?
Das sollte ich viel öfter machen. Aktuell wohl nur in den Ferien, und das ist definitiv zu wenig.

Wo genau und in welchem Modus liegt Ihr Smartphone in der Nacht?
Im anderen Raum und stumm. Irgendwo hört’s auf!

Es ist ja nicht nur die Arbeit, die uns zu Hause erreicht  sondern auch private Zerstreuungen, die bei der Arbeit stören

Wie schützen Sie sich vor dem digitalen Burn-out?
Das frage ich mich manchmal auch. Ich bin da etwas ratlos. Wie können wir die Vorteile dieser Technologie nutzen und uns trotzdem genug abgrenzen? Es ist ja nicht nur die Arbeit, die uns zu Hause erreicht – sondern auch private Zerstreuungen, die bei der Arbeit stören. Wie kann man das besser trennen? Darauf habe ich noch keine Antwort gefunden.

An welchen Ort oder in welchen Raum gehen Sie, wenn Ihnen die digitale Verfügbarkeit zu viel wird?
Manchmal muss ich ja tatsächlich erreichbar sein für den Job. In anderen Situationen aber könnte ich das Handy sehr wohl weglegen, ich mache es einfach nicht. Wenn es mir dann zu viel wird, suche ich nicht einen speziellen Raum, sondern lege das Telefon einfach weg. Da braucht es dann halt einfach einen ganz bewussten Entscheid.

Wie fahren Sie abends vor dem Schlafengehen runter?
Mit meinen Liebsten oder einem Buch.

Mein Ziel ist es eher, im Alltag bewusster mit dem Handy umzugehen

Heute gibt es Menschen, die sich für ein «Digital Detox Camp» anmelden, um in einer abgelegenen Hütte eine Zeit lang ohne Handy zu leben. Wäre das etwas für Sie?
Nein. Aber funktioniert das wirklich? Ich hätte Angst, danach wieder genau gleich am Handy zu hängen. Mein Ziel ist eher, im Alltag bewusster damit umzugehen.

Sie sind fünffacher Vater. Dürfen Ihre älteren Kinder bereits an Ihr Handy?
Ja, aber nur selten. Ich habe ein paar Spiele-Apps drauf für lange Zugfahrten – wenn die Kids zum Beispiel schon eine ganze Weile im Spielwagen waren und es bis nach Genf immer noch ein Stück dauert. Oder die Kinder schauen einige Donald-Filme auf Youtube. Aber nicht jede Woche.

Ihr ältester Sohn ist sieben Jahre alt. Wann bekommt er sein erstes eigenes Smartphone?
Das werden wir so lange wie möglich herauszuzögern versuchen. Kürzlich habe ich den Tipp erhalten, dass man sich am besten mit anderen Eltern aus der Schulklasse abspricht. Eine Verschwörung der Eltern sozusagen – gegen das Smartphone.

Auch interessant