Kritik wegen Christa Rigozzi und Nazi-Gast «Arena»-Moderator Jonas Projer verteidigt sich

Die Kritik an «Arena»-Moderator Jonas Projer reisst nicht ab: Zuerst gab es interne Neider wegen der Verpflichtung von Christa Rigozzi als Co-Moderatorin. Dann öffentliche Schelte wegen der Einladung eines bekennenden Nazi in die Sendung. Nun holt Projer zum Gegenangriff aus.
Jonas Projer und Christa Rigozzi moderieren neu auf SRF Arena und Reporter
© SRF/Oscar Alessio

Jonas Projer und Christa Rigozzi moderieren ab dem 11. Juni die SRF-Sendung «Arena/Reporter».

Es war eine harte Woche für SRF-Moderator Jonas Projer, 36: Dass Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi mit ihm zusammen die neue Sendung «Reporter/Arena» moderieren wird, rief beim Fernsehen anonyme Kritiker auf den Plan. Und «Blick»-Chefredaktor Christian Dorer fragte in einem kritischen Kommentar: «Verfügt das SRF nicht selbst über erfahrene Frauen, die an der Seite von Jonas Projer bestehen können?»

Doch damit nicht genug: Wie der «Blick» am Samstag enthüllte, lud Jonas Projer für die erste Ausgabe von «Reporter/Arena» von nächster Woche mit Christian Kast, 48, einen bekennenden Neonazi ein. Dieser ist Gegenstand des «Reporter»-Films, über den anschliessend diskutiert wird. Thema ist die Kritik an der umstrittenen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb). Inzwischen hat Kast seine Teilnahme an der Sendung zurückgezogen.

Doch nun holt Projer zum Gegenschlag aus: «Christa Rigozzi hat mit Kompetenz überzeugt, mit rhetorischem Geschick, und sie hat bewiesen, dass sie nicht nur eine erfolgreiche Geschäftsfrau ist, sondern sich auch auf dem politischen Parkett bewegen kann», sagt der Moderator in der «Schweiz am Wochenende». Dennoch gibt Projer zu, dass bei der Entscheidung auch Rigozzis Popularität eine Rolle gespielt hat: «Wir wären doch im falschen Job, wenn wir nicht versuchen würden, mit den relevanten Themen ein breites Publikum zu erreichen. Dazu kann Christa Rigozzi sicher beitragen.»

Gegenüber dem «Sonntagsblick» nimmt Projer nun auch Stellung zur Einladung eines Neo-Nazi: «Christian Kast war nicht in die Hauptrunde eingeladen. Falls er auf die Teilnahme verzichtet, wird die Arena seine Position auf andere Art einbringen.»

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