Divertimento-Stars in der Auszeit Burkart wird Förster, Fischer witzelt über Randgruppen

Ein ganzes Jahr wollen Manu Burkart und Jonny Fischer nicht mehr als Komiker auftreten. Welcher der Herren bald die Kettensäge schwingt und warum der eine den anderen beneidet - in einem Interview verraten die Divertimento-Stars jetzt private Geheimnisse.
Divertimento Manu Burkart und Jonny Fischer am SwissAward Januar 2014
© Schweizer Illustrierte

Wünschen sich Abstand vom Rummel und Austausch mit anderen Menschen: Manu Burkart und Jonny Fischer (v.l.).

Ein Jahr ohne Bühne, ohne Lampenfieber, ohne Applaus: Das Duo Divertimento geht nach seinen letzten beiden Shows vom Wochende (13. und 14. Februar im Zürcher Hallenstadion) in die Kreativpause. Während Jonny Fischer, 34, sich die Zeit mit Sprachkursen und seiner A-capella-Band vertreiben will, hat Manu Burkart, 37, ein besonderes Projekt: «Ich möchte ein Praktikum bei einem Förster machen. Ich liebe Holz als Material und absolviere einen Kettensägen-Handhabungskurs», sagt er dem «Blick».

Generell dürfte es in der Freizeit der Komiker etwas derber zugehen als bei ihren Auftritten. Die Hälfte ihrer Gags würden jeweils wieder gestrichen, weil sie nicht familientauglich sind, sagt Fischer. Witze über Religionen und Randgruppen - «ich gehöre ja einer solchen an» - mache er nur privat. Burkart ergänzt: «Im vertrauten Kreis witzelt man über Themen, die man öffentlich nicht zugeben würde.»

Auf den Abstand vom Showbusiness freuen sich die beiden, die auf 15 Jahre Karriere zurückblicken können. In der Zeit hat sich einiges verändert. Auch abseits der Bühne. Burkart ist mittlerweile Familienvater, Fischer wird bald seinen Partner Michi Angehrn heiraten. Und auch wenn der schwule Jonny seinen Kollegen Manu manchmal um seine Familie beneidet, so verrät er, dass Adoption für ihn kein Thema wäre: «Da bin ich ganz klassich. Ich finde, die brauchen Mami und Papi.»

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