Vize-Miss-Schweiz 2011 Julia: «Es kam, wie es kommen musste»

Bis zum letzten Moment hätte die Krone an der diesjährigen Miss-Schweiz-Wahl auch in die Ostschweiz gehen können. Schliesslich wurde Julia Flückiger, 23, Zweite. Mit SI online sprach sie über ihren Vize-Titel und ihre Pläne für das nächste Jahr.

SI online: Julia Flückiger, herzliche Gratulation zum zweiten Platz! Wie fühlen Sie sich?
Julia Flückiger, Vize-Miss-Schweiz 2011: Ich bin sehr glücklich. Am Samstag ging alles so schnell, ich brauche wohl noch eine Weile, bis ich die ganze Wahlnacht verarbeitet habe.

Sie sind Vize-Miss-Schweiz. Vergossen Sie auch ein Tränchen, weil es nicht zur Krone gereicht hat?
Das nicht gerade, nein. Aber streckt man einem Mädchen einen Schleckstengel hin und zieht ihn weg, wenn sie danach greift, freut es sich auch nicht nur. Es ist logisch, dass ich auch gerne Miss Schweiz geworden wäre. Aber es kam so, wie es musste. Alina wird ihr Amtsjahr super meistern. Vor dem Finale sagten Ashley, Alina und ich uns noch, dass wir die Krone allen gönnen würden. Und so ist es.

Wachten Sie am Sonntagmorgen mit einem anderen Gefühl auf als sonst?
Im ersten Moment war es schon ein bisschen seltsam, mir kam alles wieder in den Sinn. Dann bin ich aber relativ früh von Lugano zurück nach Schaffhausen gefahren und habe Wäsche gemacht.

Das klingt unglamouröser, als man sich das vorstellt.
Das Leben geht weiter! Heute morgen musste ich wieder zur Uni, da ich bereits die erste Woche  verpasst habe, weil ich ja in Lugano war. Bei meinem Studium will ich auf keinen Fall den Anschluss verpassen.

Wie reagierten Ihre Kommilitonen auf Sie?
Die Uni Zürich ist ein riesiger Massenbetrieb. Ich sass mit rund 300 Leuten im Hörsaal, da fiel ich überhaupt nicht auf. Die Leute, die ich allerdings kenne gratulierten mir und erzählten, dass sie am Samstag vor dem Fernseher mitfieberten und für mich stimmten.

Ihre Vorgängerin Sabrina Guilloud wurde auch von der Miss-Schweiz-Organisation unter Vertrag genommen. Ist das bei Ihnen auch der Fall?
Am Samstag waren die Organisatoren mit Alina beschäftigt, wir haben noch nicht über meine Zukunft gesprochen. Zudem war ich so voller Emotionen, da hätte ich gar nichts planen können. Für mich ist klar, dass ich mein Amt als Vize-Miss so gut als möglich wahrnehmen und das bestmögliche aus dem Titel machen will. Aber mein Bachelor-Abschluss hat jetzt Priorität, denn danach will ich gleich den Master anhängen.

Die Wahl-Show sorgt seit Samstagabend für Negativschlagzeilen: Telefonnummern wurden falsch eingeblendet, Bikinis verrutschten, Länder wurden falsch bezeichnet. Was meinen Sie dazu, zumal Sie ja eine der Hauptbetroffenen waren. Bei Ihnen wurde Giadas Nummer eingeblendet.
Ich las erst heute morgen im Zug nach Zürich von den Missgeschicken. Während der Wahl bekam ich davon überhaupt nichts mit, zumal ich die Show nur hinter der Bühne verfolgte und kein Italienisch verstehe. Meine Grosseltern haben mir allerdings erzählt, dass Sven Epiney den Telefonnummern-Fehler gleich korrigierte und sehr klar richtig darstellte. Christoph Locher sagte in seiner Stellungnahme, dass er nicht glaubt, dass der Fehler die Entscheidung beinflusste. Damit bin ich voll und ganz einverstanden, die Organisatoren kennen sich ja aus. Es musste so kommen, wie es kommen musste.

Xenia Tchoumitcheva moderierte die Wahlnacht. Sie gilt bis heute als erfolgreichste Vize-Miss-Schweiz. Holten Sie sich an der Aftershow-Party Tipps für Ihr eigenes Amtsjahr?
Nein, ich will mein eigenes Ding machen.

So stellte sich Julia Flückiger vor der Wahl im Video-Porträt vor:

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Alles zur neuen Miss Schweiz Alina Buchschacher und zur Wahl von vergangenem Samstag finden Sie im Dossier von SI online.


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