Karina Berger Sie blickt auf ihre schönsten Momente zurück

Wenns am schönsten ist, soll man aufhören. Karina Berger blickt nach ihrem Rücktritt von der Miss-Schweiz-Organisation auf 26 Jahre Rampenlicht zurück und verrät ihre zehn wichtigsten Momente und Begegnungen.
Den Sommer wird Karina Berger auf Ibiza verbringen: Sie wird dort Events organisieren.
© RDB

Karina Berger hat jetzt mehr Zeit für ihre Eventagentur «Bookings by».

 1. DIE LIEBSTE MISS SCHWEIZ
«Mit jeder Miss verbindet mich etwas Einzigartiges. Und mit den Tessinerinnen stimmt es irgendwie besonders gut. Melanie Winiger und Christa Rigozzi sind mir extrem ans Herz gewachsen. Melanie wurde 1996 als 17-Jährige zur Miss Schweiz gekürt und wohnte eineinhalb Jahre bei uns. Sie war wie eine kleine Schwester für Thomas und mich. Heute bin ich stolzes Gotti ihres Sohnes Noël. Mit Christa und ihrem Mann Gio verbringen wir oft Ferien. Beide zählen für uns zur Familie.»

2. DIE GRÖSSTE ÜBERRASCHUNG
«Bei der allerersten Miss-Schweiz-Wahl, die ich organisierte, holte 1994 Sarah Briguet die Krone. Sie war für mich nicht Favoritin, und ich fiel aus allen Wolken. Aber ich muss zugeben, dass sie sich toll entwickelt hat! Wir stehen sporadisch in Kontakt, sie ist glückliche Mutter und erfolgreiche Moderatorin.»

3. DER SCHLIMMSTE SCHOCK
«Am 17. Juli 2005 wollte ich mit dem Auto nach Spanien in die Ferien fahren. Kurz vor der Abfahrt erreichte mich die Nachricht, dass die Miss Suisse Romande, Antonella Lama, bei einem Verkehrsunfall zusammen mit ihrem Bruder ums Leben gekommen ist. Ich war fassungslos und habe mich total verfahren. Beim Gedanken, dass die Eltern zwei Kinder auf einen Schlag und auf so grausame Weise verloren haben, schnürt es mir die Kehle noch heute zu.»

4. DIE LUSTIGSTE ANEKDOTE
«Die Sängerin Amy Macdonald und ihre Band amüsierten sich an der Afterparty der Miss-Schweiz-Wahl 2010 so gut, dass sie sich nicht mehr an den Namen ihres Hotels erinnern konnten. Wir liessen sie von einem Chauffeur durch Zürich fahren und klopften eins ums andere ab.»

5. DIE VERRÜCKTESTE WENDE
«Davon gab es verschiedene. Bianca Sissing überraschte mich damit, dass sie sich nach ihrem erfolgreichen Jahr als Miss Schweiz 2003 entschloss, noch einmal von vorne anzufangen. Sie absolvierte eine Zweitausbildung als Floristin, diese Entscheidung beeindruckte mich sehr.»

6. DER EMOTIONALSTE MOMENT
«Als ich 1989 in der Türkei zur Miss Globe International gekürt wurde, war ich überwältigt. Nicht nur, weil mir bewusst wurde, dass ich die erste Schweizerin bin, die einen internationalen Schönheitstitel nach Hause bringt. Sondern auch weil die damalige Miss Venezuela, Eva Lisa Ljung, Zweite wurde. Sie ist noch immer eine meiner besten Freundinnen. Wir sind beide Mütter zweier Kinder. Sie lebt heute in Miami, und wir besuchen einander mindestens einmal im Jahr.»

7. DAS BESTGEHÜTETE GEHEIMNIS
«Das Krönungsbild von meiner Wahl zur Miss Schweiz 1988, das jetzt 26 Jahre lang in den Medien kursierte, ist gar nicht echt. Es wurde während der Proben am Nachmittag der Wahl mit allen Kandidatinnen gestellt. Das echte Siegerbild zeigt mich mit meiner Vorgängerin Renate Walther.»

8. DIE PEINLICHSTE SCHLAGZEILE
«Bei der Auszählung der SMS-Stimmen in der Wahlnacht 2004 kam es zu einer technischen Panne. Die fehlerhafte Zählweise verfälschte das Ergebnis in den hinteren Rängen. Als ich davon erfuhr, rutschte mir das Herz in die Hose! Ich musste alle Kandidatinnen informieren und sogar der Miss Fotogen den Titel aberkennen, was mir sehr unangenehm war und extrem leid tat!»

9. DIE KOMISCHSTE BEGEGNUNG
«Ebenfalls im Jahr 2004 befand ich mich mit den Miss-Kandidatinnen am Strand von Punta Cana, um einen Videoclip zu drehen. Da attackierte uns eine wild gewordene Touristin. Sie wollte sich in unserem abgesperrten Drehbereich niederlassen und fing an, mit unseren Taschen um sich zu schmeissen, als ihr dieser Wunsch verwehrt wurde.»

10. DER PERSÖNLICHSTE ERFOLG
«Dass Thomas und ich es gemeinsam geschafft haben, die Miss-Schweiz-Wahl wieder erfolgreich zu etablieren. Viele Bekannte haben uns davon abgeraten, aber wir hörten auf unser Bauchgefühl. Nun haben wir mit Dominique Rinderknecht eine wundervolle Botschafterin, mit neuem Look und frischem Image. Der Relaunch ist gelungen, wir können loslassen. Ein Online-Kommentar auf unsere Rücktrittsmeldung freut mich besonders: Respekt, nur die Grossen treten auf dem Höhepunkt ab.»

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