Hausi Leutenegger So hat ihn die Dall-Klägerin gestalkt

Telefon-Terror, Liebesbriefe, Geschenke: Hansi Leutenegger packt über einen penetranten Fan aus. Es handelt sich um die selbe Frau, die behauptet, von Komiker Karl Dall vergewaltigt worden zu sein.
Hausi Leutenegger 2009 vor seinem Haus in Perroy am Genfersee.
© RDB/Ex-Press/RDB/André Albrecht

«Sie gab mir zu verstehen, dass ich ihr als Mann sehr gefalle», berichtet Multi-Millionär Hausi Leutengger über seine Stalkerin.

Auch Hans «Hausi» Leutenegger wurde einst gestalkt - angeblich von jener Schweizer Journalistin, die diese Woche aufgrund ihrer Vergewaltigungsvorwürfe gegen Karl Dall, 72, in die Schlagzeilen geriet. Im «Blick» erzählt der Thurgauer Multi-Millionär, mit welchen Methoden sie ihn damals zur Weissglut getrieben hat.

Anfgefangen habe alles an einem Konzert von Schlagersänger Hansi Hinterseer in Lyss BE, berichtet Hausi Leutenegger, 73. «Die Frau war in Begleitung ihrer Eltern und stellte sich mir als Journalistin vor, die ein Interview mit mir machen wolle.» Er sagte ihr darauf, sie solle sich bei seiner Sekretärin melden. Und das tat sie.

Der Interviewtermin fand an der Autobahnraststätte Gunzgen SO statt. Bei einem Kaffe soll sie ihm dann angeboten haben, das Interview bei ihm zu Hause zu machen. «Sie gab mir zu verstehen, dass ich ihr als Mann sehr gefalle. Sie meinte auch, dass sie noch nie einen so tollen Sportler im Bett gehabt hätte.» Hausi lehnte ab. «Diese Frau sah sehr unappetitlich aus, hatte schlechte Zähne.»

Erst dann ging der Terror aber richtig los. Die Frau habe seine Handynummer ausfindig machen können und ihn in den folgenden Wochen fast stündlich angerufen. Auch Blumen und seitenlange Liebesbriefe habe sie ihm geschickt. «Darin stand, dass sie total verliebt in mich sei und ohne mich nicht mehr leben könne.» Hausi Leutenegger ignorierte es. Erst, als sie ihm vor seiner Villa auflauerte, ist ihm «der Kragen geplatzt», wie er sagt. Er habe sie angerufen und gedroht, sie mit dem Solothurner Polizeichef höchstpersönlich abzuholen und in den Knast zu stecken. Seither hat er nichts mehr von ihr gehört.

WEITERE PROMINENTE OPFER
Ähnliches berichtet Comedian Beat Schlatter, 52. Er hat der Frau gar ein eigenes Kapitel in seinem Buch «Bin gleich zurück - Komisches aus dem Leben von Beat Schlatter» gewidmet. Die Journalistin habe mehrmals in der Nacht angerufen und obszöne Bemerkungen gemacht. Nach einem Jahr Funkstille habe sie wieder Kontakt mit ihm aufgenommen und gefragt, ob er sie zu einem Udo-Jürgens-Konzert begleiten wolle. 

Pikant: Auch Udo Jürgens, 79, wurde 2006 von ihr gestalkt! «Ich habe mehrfach meine Nummern geändert, aber das hat alles nicht geholfen. Manchmal sind es bis zu 50 Anrufe in einer Stunde», berichtete der Sänger damals der «Bild»-Zeitung.

Ein weiteres prominentes Opfer der Frau nimmt Karl Dall nun gar öffentlich in Schutz. «Ich habe mich gewundert, dass ich fast ein dreiviertel Jahr nichts mehr gehört habe von ihr», sagt Schlager-Star Jürgen Drews im Interview mit RTL. Er ist von Dalls Unschuld fest überzeugt. «Da ist gar nichts dran. Da ist genauso wenig dran wie bei mir.»

Die Journalistin aus Solothurn hat gegen Comedian Dall Strafanzeige eingereicht, wie diese Woche publik wurde. Ihr Vowurf: Am 5. September 2013 soll sie nach seinem Auftritt in Zürich in einem Hotelzimmer von ihm vergewaltigt worden sein. Anfang November war Dall deswegen vier Tage in Untersuchungshaft. Das Strafverfahren läuft noch.

Karl Dall lästert über heutiges TV (und übrigens)
© Getty Images

Schwerer Vorwurf: Star-Komiker Karl Dall soll eine Schweizerin vergewaltigt haben.

Auch interessant