Sommerserie: 26 Stars, 26 Kantone, 26 Lieblingsorte Mit Karl Locher in den Alpstein in Appenzell-Innerrhoden

In der Sommerserie der «Schweizer Illustrierten» nehmen uns Schweizer Prominente mit an ihren Lieblingsort. Das Geschäft mit Hopfen und Malz hält fit: Im Alpstein wandert der «Appenzeller Bier»-Chef Karl locher wie ein junger Steinbock. Eine sechsstündige Tour für Schwindelfreie.
Karl Locher Appenzell-Innerrhoden Alpstein
© Daniel Ammann

Trittsicher: Beim Wandern im Alpstein lässt der «Appenzeller Bier»-Chef Karl Locher, 57, die Sorgen zu Hause. 

Schroffe Felswände recken sich gen Himmel. Die Hänge sind voll blühender Alpenrosen. Im Alpstein im Kanton Appenzell Innerrhoden hat der Bergfrühling Einzug gehalten. Festen Schrittes marschiert Karl Locher, 57, einen schmalen Grat entlang. Für den heutigen Tag hat sich der «Appenzeller Bier»-Chef eine ganz spezielle Route ausgedacht.

«Die Rundwanderung um den Seealpsee gehört zu meinen Lieblingsausflügen.» So oft er kann, geht er ins Alpsteingebirge. «Beim Wandern kann ich den Kopf lüften.» Geplant ist eine dreistündige Tour – am Ende vom Tag wird Locher sechs Stunden steinauf und bergab gesprungen sein. Ein ruhiges Wandertempo liegt ihm nicht. Der angekündigte Seealpsee blitzt dem Wanderer hie und da von der entfernten Talsohle entgegen.

Karl Locher Appenzell-Innerrhoden Alpstein
© Daniel Ammann
Neugierige Kühe sind keine Seltenheit im Alpstein.

Keine Wanderung für Anfänger

Der Tag beginnt auf der Ebenalp. Von dort führt ein steiler Aufstieg zum Gasthaus Schäfler. Über die Altenalp wandert Locher zum Mesmer und peilt eine steil aufsteigende Felswand an. «Dort hinauf bin ich schon mit meinem Sohn geklettert. Damals war er fünf Jahre alt», sagt er und zeigt auf die unüberwindlich scheinende Gesteinsformation.

Auf über 1600 Metern fühlt sich der Bier-Chef so richtig wohl. Sicherlich sei dies keine Wanderung für Anfänger. «Schwindelfrei und trittsicher muss man sein – und eine gute Kondition haben.»

Karl Locher Appenzell-Innerrhoden Alpstein
© Daniel Ammann

Zmittag: Fleischplättli und Bier im Gasthaus Mesmer erleichtern die Wanderung.

Drei Flaschen Appenzeller Bier

Im Alpstein war der gebürtige Appenzeller als Kind oft. Locher erzählt, wie er mit einem befreundeten Wildhüter auf Murmeltierjagd ging. «Wir stellten Fallen auf, um die Tiere zu fangen und sie dann bei St. Gallen wieder freizulassen.» Das Unterfangen scheiterte kläglich – keiner der schlauen Nager ging in die Falle. 

Beim Abstieg Richtung Wasserauen hält Locher bei der Bergalm Gross Hütten. Im Schatten döst eine Herde weisser Geissen. Während der Sommermonate lebt und arbeitet hier Bruno Fässler. Aus der Milch seiner Tiere stellt er Käse her, den er an Wanderer verkauft. «Für mich einen halben Liter Geissenmilch», sagt Locher. Selbstverständlich gibts zum Abschluss noch Bier – drei Flaschen Appenzeller Bier schafft Locher locker.

Karl Locher Appenzell-Innerrhoden Alpstein
© Daniel Ammann
Hausbesuch Bei Bruno Fässler (r.) kauft Karl Locher seinen Geissenkäse.

Drei Tipps von Karl Locher zum Kanton Appenzell-Innerrhoden

Im Dossier: Weitere Prominente und ihre Lieblingsorte in der Sommerserie von SI online

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