Sexuelle Handlungen mit Kind Knie-Clown David Larible akzeptiert Schuldspruch

David Larible wurde 2017 wegen sexueller Handlungen mit einer 14-Jährigen verurteilt. Sein Anwalt Valentin Landmann ging damals gegen das Urteil in Berufung. Diese zog der ehemalige Clown des Circus Knie nun zurück. 
David Larible Circus Knie Clown
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David Larible gilt als einer der besten Clowns der Welt und war 2016 mit dem Schweizer Nationalcircus Knie auf Tournee durch die Schweiz. 

Im August 2017 wurde David Larible vom Bezirksgericht Zürich wegen sexueller Handlungen mit einem Kind verurteilt. Die Strafe: 160 Tagessätze à 120 Franken, das entspricht einer gesamten Geldstrafe von 19'200 Franken. Ausserdem darf er während fünf Jahren nicht in die Schweiz einreisen und muss der Klägerin, einem 14-jährigen Mädchen, 1'400 Franken Schadenersatz und eine Genugtuung von 2'000 Franken zahlen.

Der Vorwurf: Der 61-Jährige soll das Mädchen im Oktober 2016, während er mit dem Circus Knie auf Tour war, in einem Hotelzimmer getroffen haben. Dort soll er dem Teenager drei Zungenküsse gegeben, sie an Rücken und Taille angefasst und ihr Dekolleté geküsst haben.

Larible beteuerte stets seine Unschuld

Nach dem Schuldspruch machte David Laribles Verteidiger, der Star-Anwalt Valentin Landmann, klar, dass er das Urteil ans Obergericht weiterziehen will. Larible selbst bestritt die Vorwürfe. Es habe diese Zungenküsse nie gegeben, sagte er gegenüber Tele Züri. Er habe das Mädchen, einen Fan, aufs Zimmer genommen, um ihm ein Buch zu schenken. Er habe es lediglich umarmt und auf die Stirn oder die Wange geküsst. Er habe nichts Schlechtes und Illegales getan.

David Larible und Valentin Landmann
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David Larible wurde vertreten vom Star-Anwalt Valentin Landmann (r.).

Die Verhaftung und die mediale Aufmerksamkeit kosteten den italienischen Clown fast alle seine Engagements. Sein Mandant sei beruflich ermordet worden, sagte sein Anwalt Valentin Landmann. Die Tessiner Polizei verhaftete Larible im November 2016, gleich nach der letzten Aufführung der Knie-Tournee in Lugano.

Rückzug des Schuldgeständnisses

Und doch zieht der Italiener die Berufung nun grösstenteils zurück, wie das Zürcher Obergericht heute Dienstag mitteilt. «Insbesondere ist der Schuldpunkt nicht mehr angefochten.» Die Berufung beschränke sich neu nur noch auf die Frage der Landesverweisung sowie die Kostenfolge. 

Bildergalerie: Die Geschichte des Circus Knie

 
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