Köbi Kuhn «Ich möchte schon noch ein bisschen leben»

Am Mittwoch wurde es publik: Köbi Kuhn hat Leukämie! Doch der ehemalige Nati-Coach gibt sich kämpferisch. Einen Tag nach der Schockmeldung sagt er, wie es ihm wirklich geht.
Köbi Kuhn über seinen Krebs Leukämie
© RDB/Ex-Press/Heike Grasser

Köbi Kuhn leidet an Altersleukämie, einer Form von Blutkrebs.

Er lässt sich nicht unterkriegen. Ist gar zu Scherzen aufgelegt, als ihn der «Blick» zum Interview trifft. «Ich komme gerade vom Sargmacher», sagt Köbi Kuhn, 69, sarkastisch. Und: «Es geht mir gut. Ich fliege nicht vom Stuhl runter.»

Seit zwei Jahren leidet der einstige Coach der Schweizer Fussballmannschaft an Altersleukämie, wie die «GlücksPost» am Mittwoch berichtete. Das wäre eigentlich noch kein Grund zur Sorge, denn bei vielen Patienten bricht die Krankheit nie aus. Im Frühling dieses Jahres verschlechterte sich Kuhns Zustand jedoch rapide. Die Ärzte wollten sofort handeln und verschrieben ihm eine sanfte Chemotherapie.

«Die paar ‹Fädä› habe ich aber schon früher verloren», stellt Kuhn nun klar und spielt damit auf seine Stirnglatze an. Die Behandlung habe angeschlagen, die weissen Blutkörperchen seien bereits wieder auf normalem Niveau. Und auch mit den roten Blutkörperchen sollte bald alles wieder in Ordnug sein. «Der Professor am Uni-Spital versicherte mir, dass ich an dieser Krankheit nicht sterben werde. Er sagte, ich werde die Krankheit mit ins Grab nehmen.»

Dass nun die ganze Schweiz über seine Krankheit Bescheid weiss, ist dem Fussball-Star unangenehm. «Es wäre mir lieber, wenn sie geheim geblieben wäre», sagt er. Er möchte nun nach vorne schauen, gerade erst hat er ein Mehrfamilienhaus in Wiedikon gekauft. Der Umzug steht demnächst an. «Ich habe noch viel vor. Ich möchte schon noch ein bisschen leben», sagt Kuhn. Und auch seine Frau Alice braucht ihn.

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