André und Sarah: Das erste Liebesinterview «Läck, ist der gross»

War sie sein Groupie? Mister Schweiz André Reithebuch (192 cm) und «Schnügeli» Sarah Erni (159 cm) über ihre erste gemeinsame Liebesnacht, Zickereien, Unter­wäsche-Shootings und Ferienpläne.

Sarah Erni, André ist einen Tag nach Ihrem 24. Geburtstag Mister Schweiz geworden. Ein schönes Geschenk?
Ehrlich? Mir wurde ganz schlecht, als sein Name fiel. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber ich freue mich für ihn.

André Reithebuch, Ihre Beziehung inter­essiert die Schweiz. Stört Sie das?
Ich versuche, Sarahs Privatsphäre, so gut es geht, zu schützen. Dass ich sie liebe, dürfen aber alle wissen.

Mister-Freundinnen gelten oft als Zicken.
Sarah: Wer mich kennt, weiss, dass ich sicher keine eifersüchtige Zicke bin.
André: Zumindest nicht in der Öffentlichkeit … (sie kneift ihn, er grinst).

Stimmt es, Sarah, dass Sie André einen Fanbrief geschrieben haben, um ihn kennenzulernen?
Sarah: Ja, aber nicht als Groupie! Ich schrieb ihm im Namen meines 2-jährigen Glarner Göttibuben. Es überraschte mich, dass André antwortete. Ich hatte ja nicht einmal ein Foto beigelegt.

André, wieso haben Sie gerade diesen Brief beantwortet?
André: Sarah schrieb nicht so aufgesetzt oder gar anzüglich wie viele andere. Wir hatten erst über Facebook und SMS Kontakt. Dann schlug ich ein Treffen vor.
Sarah: Wir haben in einer Gelateria beim Bahnhof Rapperswil eine Glace gegessen – er Melone, ich Stracciatella – und über Gott und die Welt geredet.

War es Liebe auf den ersten Blick?
Sarah: Sein erster Satz zu mir war: «Ich bin positiv überrascht!» Und ich dachte einfach nur: «Läck, ist der gross!»
André: Sarah trug ein süsses Rossschwänzli, lachte mich an und brachte kein Wort raus. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

Gabs an dem Tag schon den ersten Kuss?
André: Nein, das war eine Woche später. Sarah kam mit zu einem Auftritt der Mister-Kandidaten in Hinwil. Weil es spät wurde, lud sie mich ein, bei ihr im Gästezimmer zu übernachten.
Sarah: Er landete dann aber in meinem Bett. Dort gabs den ersten Kuss.
André: Das war gar nicht geplant, sie lag einfach zu nah bei mir …
Sarah (wird verlegen): Äxgüsi!

Und der Morgen danach?
André: Wir haben gemeinsam gefrühstückt. Sarah holte frisches Brot beim Beck. Am selben Tag stellte sie mich bereits ihren Eltern vor, die im selben Dorf wohnen.
Sarah: Das war am Ostersonntag.

Sie veranstalteten einen Familienlunch und waren ganz begeistert von André. André, und haben Ihre Eltern Sarah bereits kennengelernt?
André: Meine Mutter und mein Stiefvater haben sie einmal getroffen – aber da waren wir noch kein Paar. Mein leiblicher Vater erfuhr erst in der Wahlnacht, dass ich frisch verliebt bin. Er will unbedingt fein mit uns essen gehen.

Was empfinden Sie füreinander?
Sarah: Ein sehr starkes Gefühl. Wir ­vermissen und vertrauen uns.
André: Ja, es kommt mir vor, als würden wir uns schon länger als vier Wochen kennen.

Wer sagte als Erstes «Ich liebe dich»?
André: Das war ich, gleich nach der Wahl.
Sarah: Du hast es nicht gesagt, sondern per SMS geschrieben.

Und was lieben Sie an Sarah?
André: Sarah ist lustig, ich bin lustig. Das passt. Und ich vertraue ihr.

Wie oft sehen Sie sich?
André: Eigentlich oft. Ich habe viele Termine in Zürich. Sarah wohnt in
der Nähe. Da kommts ganz gelegen, wenn ich nicht ins Glarnerland zurückfahren muss.
Sarah: Im Durchschnitt schlafe ich wohl vier Nächte pro Woche alleine.

Was unternehmen Sie zusammen?
Sarah: André tanzt Salsa, das möchte ich auch lernen. Ich bin seit drei Jahren Mitglied einer Hip-Hop-Showtanzgruppe.Taktgefühl ist also schon da.

Wechseln Sie jetzt Ihre Tanzpartnerin, André?
(Sarah schaut ihn erwartungsvoll an.)
André: In meinem Kurs gibts sowieso keine fixen Tanzpartner. Mach doch einfach mal mit, Schnügeli! Und berg­steigen wollen wir auch gehen.
Sarah: Ich muss mir ein Paar Wanderschuhe kaufen, hats geheissen!

Hat es auch schon Differenzen gegeben?
Sarah: Also, wenn André jedes Mal bergsteigen will, wenn ich in Zürich shoppen möchte, könnte es Differenzen geben (zwinkert ihm zu).
André: Im Ernst: Wir haben uns bis jetzt noch nie gestritten.

Sarah posierte bereits als Unterwäsche-Model. André, hätten Sie ein Problem damit, wenn sie sich wieder so fotografieren liesse?
André: Nein. Sie hat einen schönen Körper, und ich präsentiere mich ja auch in Unterwäsche.

Wie planen Sie die nähere Zukunft?
Sarah: Wir gehen nach Mallorca in die Ferien. Und im Winter in den Schnee.
André: Habt ihr eigentlich eine Hütte?
Sarah: Ja, in Brigels. Fährst du Ski oder Snowboard?
André: Beides.
Sarah: Cool, ich auch!

Ist Zusammenziehen bereits ein Thema?
Sarah: Wir haben darüber gesprochen. Aber wir wollen beide unsere Wohnorte behalten. Ich will im Zürcher Oberland bleiben und er im Glarnerland.
André (schmunzelt):Das sind schwere Diskussionen! Wir treffen uns wohl ­irgendwo in der Mitte. Wieso nicht in Rapperswil? Aber das hat ja noch Zeit.

Was ist mit André und Sarah in zehn Jahren?
Sarah: Hui, wie alt bin ich dann? 34! Ich hoffe, dass ich bis dahin verheiratet bin und eine Familie habe. Momentan ­wünsche ich mir natürlich, dass André der Papi meiner Kinder sein wird.
André: Ich wüsste auch schon, wie ein Heiratsantrag aussehen würde: Ganz klassisch auf den Knien an einem ­romantischen Ort.

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