Elite Model Look Larissa Kirchhofer zieht Bilanz

Am Donnerstag, 23. August, wird die Gewinnerin des Elite Model Look 2012 gekürt. Mit SI online spricht Vorjahressiegerin Larissa Kirchhofer, 17, über ihr aufregendes Jahr und verrät, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt.

Mein Gefühl als Gewinnerin des Elite Model Look 2011:
Larissa Kirchhofer: «Ich fühlte mich einfach toll. Ich habe nicht erwartet, dass ich gewinne. Ich war überwältigt und konnte es nicht fassen.»

Das hätte ich nie erwartet:
«Ich hätte nie gedacht, dass Modeln wie eine Berufslehre ist und es so lange dauert, bis du ein gutes Model-Buch hast und weisst, wie du mit den Kunden umgehen musst. Die meisten brauchen halt ihre Zeit - es können nicht alle wie Julia Saner sein, die durch den Gewinn am Weltfinale durchgestartet ist. Wenn ich mich noch einmal entscheiden müsste, würde ich mich wieder für den Elite Model Look anmelden. Dieser Contest ist ein tolles Sprungbrett - schliesslich hat er mir das Modeln ermöglicht.»

Das Schönste, das mir der Titel ermöglichte:
«Definitiv das viele Reisen. Dadurch habe ich viele spannende Leute kennengelernt und Freundinnen gefunden. Das Elite-Model-Look-Weltfinale war ebenfalls super - die zwei Wochen in Shanghai gehören zu meinen absoluten Highlights. Auch wenn ich es dort nicht unter die Top 15 geschafft habe, so bekam ich doch einen weltweiten Modelvertrag mit Elite Model. Deshalb hielt sich meine Enttäuschung über den verpassten Final-Einzug in Grenzen.»

Darauf hätte ich verzichten können:
«Auf die Kommentare und Artikel über Magersucht. Ich bin nicht magersüchtig. Ich bin einfach sehr gross und schlank. Ein Model, das international Erfolg haben will, muss sehr schlank sein. Aber schlank sein, hat nichts mit Magersucht zu tun! Es hat mich sehr getroffen, dass Leute, die mich nicht kennen, über mich urteilen. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Zudem fiel es mir am Anfang sehr schwer, meine Familie und Freunde so selten zu sehen. Ich habe sie sehr vermisst.»

So habe ich mich durch das Jahr als Siegerin verändert:
«Ich bin offener gegenüber anderen Menschen geworden. Vor allem aber selbstständiger und selbstbewusster, weil ich viel alleine gereist bin. Und ich habe definitv ein dickeres Fell bekommen - Kritik geht mir nicht mehr so nahe.»

Das sind meine Ziele:
«Ich habe mir fest vorgenommen, weiter zu modeln. Richtig eingeschlagen hat es bei mir erst vor ein paar Monaten - unter anderem durfte ich auch für die Labels Dolce & Gabbana und Missoni über den Catwalk laufen. Jetzt weiss ich, dass es lange dauern kann, bis man seinen ersten Erfolg verbucht. Aber prinzipiell schaue ich jetzt positiv in die Zukunft. Ich setzte mich selbst nicht unter Druck. Wenn ich in zwei oder drei Jahren merke, dass es nicht klappt, mache ich eine Lehre. Nebst dem KV könnte ich mir als Alternative etwas mit Mode oder Kosmetik vorstellen - etwas, das mit der Modelbranche zu tun hat. Aber das überlege ich mir dann, wenns so weit ist. Einen Tag nach dem Elite-Model-Look-Finale steht noch die Rollerprüfung an. Und am 27. August reise ich erneut nach Mailand.»

So haben mich meine Eltern und mein Freund unterstützt:
«Ohne sie hätte ich es nicht geschafft, sie haben mich immer ermutigt durchzuhalten und weiterzumachen. Sie sind mit mir mitgereist - natürlich waren sie nicht immer bei mir -, aber sie sind nach Mailand und Paris mitgekommen. Auch mein Freund war mir eine grosse Stütze. Jetzt muss er für ein halbes Jahr ins Militär - das wird hart. Aber in dieser Zeit gehe ich nach Mailand und versuche Jobs zu bekommen. Ich hoffe sehr, dass ich an der dortigen Fashion Week laufen kann.»

Das muss meine Nachfolgerin mitbringen:
«Ich habe die Kandidaten noch nicht persönlich kennengelernt. Aber ich habe sie auf Fotos gesehen. Zwei, drei finde ich sehr gut. Ihr Ausdruck gefällt mir sehr, sie haben das gewisse Etwas. Nur hübsch sein reicht heutzutage im Modelbusiness nicht mehr. Mädchen mit einem speziellen und ausdrucksstarken Gesicht haben bessere Chancen, denke ich.»

Das wünsche ich meiner Nachfolgerin:
«Viel Erfolg und Glück. Und ganz viel Durchhaltevermögen, Motivation und Ehrgeiz. Sie soll nicht verzweifeln, wenn nicht gleich alles rund läuft, sie muss einfach viel Geduld haben und hart arbeiten, dann schafft sies auch. Ganz wichtig ist, dass sie sich treu bleibt. Sie soll sich auf keinen Fall verstellen.»

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