Sie spricht über Jobs, ihre Liebe und Ängste Miss Schweiz Lauriane Sallin zieht Halbzeit-Bilanz

Sie traf Bundesrat Alain Berset, reiste für den guten Zweck nach Marokko und schritt an der Berlinale über den Roten Teppich: Lauriane Sallin hat in ihren sechs Monaten als Miss Schweiz viel erlebt. Mit SI online teilt sie ihre Eindrücke, blickt in die Zukunft und spricht über die Beziehung zu ihrem Freund.

Miss Schweiz Lauriane Sallin ist keine gewöhnliche Schönheitskönigin. Das wurde schnell klar, als sie am 7. November letzten Jahres gewählt wurde. Sie will nicht nur schön sein, sondern tut offen ihre Meinung kund. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Rechte der Frauen geht. Kurz nach der Wahl habe sie Angst gehabt, sich nicht mehr frei äussern zu können, gesteht die 22-Jährige SI online. «Ich fürchtete mich vor der Reaktion der Leute, wenn ich sage, was ich fühle.» Doch die Sorgen waren unbegründet. 

Ihre ersten sechs Monate im Amt beschreibt sie als sehr intensive Zeit. Intensiv war vor allem die Reise nach Marokko als Botschafterin der Stiftung Corelina . «Ich kannte diese Welt nicht.» Diese Arbeit für die Kinderherzstiftung habe ihr aufgezeigt, dass die Menschen mehr wollen als nur eine hübsche Miss Schweiz. «Was zählt, ist auch die Stimme hinter der schönen Figur», so die Westschweizerin. Auch wenn sie wie ihre Vorgängerin Laetitia Guarino keine angehende Kinderärztin ist, habe sie helfen können. «Indem ich den Menschen zugehört habe und klar gemacht habe, wie wichtig es ist, sich für die Stiftung einzusetzen.»

Mehr Wert auf ihr Äusseres wurde bei Sallins Trip nach Berlin gelegt. Dort hatte sie für einen Sponsor einen Blitz-Auftritt auf dem Roten Teppich der Berlinale. «Das war das komplette Gegenteil zu Marokko», erinnert sie sich. «Das war verrückt - und das glamouröse Highlight meiner Amtszeit.»

Beziehung zu Freund Nathy bleibt teils auf der Strecke

Das viele Reisen bringt etwas Negatives mit sich: Sallin bleibt wenig Zeit für Familie, Freunde und ihren Schatz Nathy. Die beiden sind seit über sechs Jahren ein Paar. «Auch wenn ich viel unterwegs bin: Unsere Beziehung läuft gut», versichert sie. Sie seien auch schon vor ihrer Wahl zur Miss Schweiz für längere Zeit getrennt gewesen, als sie im Ausland lebte. «Wir sind uns das also gewohnt.» Nathy habe Verständnis für ihre Arbeit, die sie sehr einnimmt. «Und darum hören wir auch nichts voneinander, wenn wir nicht zusammen sind.» Ihre Begründung: «Wenn ich als Miss Schweiz unterwegs bin, will ich 100 Prozent geben. Ich möchte nicht, dass mein Freund auf eine Nachricht von mir warten muss, die vielleicht gar nicht kommt, weil ein Termin länger dauert als gedacht.» Sobald sie sich sehen, «gehöre ich zu 100 Prozent ihm». 

Die Zeiten, in denen sie getrennt sind, dürften in den kommenden sechs Monaten nicht weniger werden. Sallin fliegt zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro und wird im Norden des Landes für Terre des Hommes zu tun haben. Auch wird sie für ein Archäologie-Projekt drei Wochen in Griechenland verbringen. 

Im Dossier: Alles zur Miss Schweiz Lauriane Sallin

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