Linda Fäh «Spendet Eure Handys!»

Sie verstauben in den Schubladen von Schweizer Haushalten, dabei steckt in ihnen jede Menge Wertvolles: ausrangierte Handys. Für jedes zurückgebrachte Stück spendet die Swisscom für SOS-Kinderdörfer. Miss Schweiz 2009 Linda Fäh unterstützt die Aktion als Botschafterin.
Linda Fäh für Swisscom Mobile Aid
© ZVG

Linda Fäh setzt sich für SOS-Kinderdörfer ein. Mit alten Handys können auch Sie ihren Beitrag leisten.

Über acht Millionen Handys liegen in Schweizer Haushalten rum, ohne dass sie gebraucht werden. Entweder sind sie kaputt, hinken technisch hinterher oder sind aus der Mode gekommen - es gibt für viele immer einen Grund, sich ein Neues anzuschaffen. Eigentlich ganz schön verschwenderisch, wenn man bedenkt, was alles in den Mobiltelefonen steckt: zum Beispiel Kupfer, Silber und Gold. Mit diesen Rohstoffen kann sich der Verbraucher zwar kein Haus kaufen, dafür aber etwas Gutes tun. Für jedes - an die Swisscom zurückgebrachtes - Handy wird ein Betrag an ein SOS-Kinderdorf gespendet. Linda Fäh, 26, unterstützt die Aktion «Swisscom Mobile Aid» nun schon zum zweiten Mal.

In zwölf Jahren, so schätzt die Miss Schweiz 2009, habe sie acht bis zehn Handys verbraucht. Hätte sie nicht schon im vergangenen Jahr all ihre Telefone gespendet, könnte sie auch mit nur einem Stück den Alltag eines benachteiligten Kindes spürbar verschönern. Nämlich jeder, der ein Handy bei der Swisscom oder bei einem Kiosk abgibt, bestimmt selber, wie den Kindern aus den SOS-Dörfern geholfen wird. Fünf Mahlzeiten, einen Teddy für Geborgenheit, einen Schultag oder Hilfe zur Selbsthilfe - zwischen diesen vier Möglichkeiten gilt es zu wählen. «Ich würde mich für ein Essen entscheiden. Es ist die Grundlage zum Leben - ohne gehts nicht», sagt Linda Fäh im Gespräch mit SI online.

Die St. Gallerin engagiert sich schon seit ihrem Amtsjahr für die SOS-Kinderdörfer, damals hat sie sogar eines in Südafrika besucht. «Es war sehr prägend und unvergesslich. Es ist schön zu sehen, dass Kinder trotz schweren Schicksalschlägen normal aufwachsen können», sagt die 26-Jährige. Meagan, damals fünf Jahre alt, habe sie besonders berührt. Das Mädchen sei trotz der Tatsache, dass ihre Eltern schwer krank waren, sehr fröhlich gewesen. 

Wann immer sie Kindern helfen kann, ist Linda Fäh zur Stelle. Über Facebook und Twitter, durch persönliche Gespräche und Mund-zu-Mund-Propaganda macht sie ihre Mitbürger auf die Aktion der Swisscom aufmerksam. Mehr als 76'000 Mahlzeiten, 2300 Teddys, 5700 Schultage, 2600 Selbsthilfe-Möglichkeiten sind bisher durch gesammelte Handys zusammen gekommen (Stand 10. Dezember). Das reicht aber längst nicht für alle Kinder: Bis zum 15. Dezember 2013 können Sie Ihr altes Mobiltelefon - ob funktionsfähig oder nicht - in eine Sammelbox in allen Swisscom-Shops und an den blauen «k Kiosks» einwerfen.

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