Luca Hänni im Interview «Es braucht Organisation, um meine Liebsten zu treffen»

Seine neueste Single steht kurz vor der Veröffentlichung, gerade ist er von einem Videodreh in Marrakesch zurückgekommen, und jetzt trainiert der 23-Jährige für den Wings for Life Run in Zug. Luca Hänni verrät in unserem Interview, ob er neben seinem Job doch noch Zeit fürs Privatleben findet.
Luca Hänni
© Joseph Khakshouri

Luca Hänni zu Besuch auf der SI-Redaktion. Bald ist fertig Elektrotrotti: Der Sänger rennt beim Wings for Life Run mit.

Luca, du musst anfangen zu rennen!
(Lacht) Ja, sonst mache ich lieber Krafttraining, aber jetzt bin ich fleissig am Joggen. Ich muss für den Wings For Life World Run am 6. Mai in Zug fit sein.

Worum geht es da?
Ich nehme als Botschafter im Team «Luca Hänni» teil. Jeder kann dem beitreten und somit für einen guten Zweck spenden. Die Gelder gehen in die Forschung zur Heilung von Querschnittslähmung. Je mehr Teilnehmer sich meinem Team anschliessen, desto mehr Spendengelder kommen der «Wings For Life»-Stiftung zugute.

Wie kam es zu deinem Engagement?
In meinem Umfeld ist zwar niemand querschnittgelähmt, doch es kommen häufig Fans im Rollstuhl zu meinen Auftritten. Dadurch lerne ich immer wieder tolle Menschen kennen, die nicht mehr gehen können. Ich setze gerne ein Zeichen für die gute Sache.

Luca Hänni
© Joseph Khakshouri

Luca Hänni im Interview mit SI-online-Redaktor Onur Ogul.

Um Zeichen gehts auch in deiner neuen Single «Signs».
Es geht um Situationen im Leben, in denen ich bestimmte Richtungen einschlagen musste. Wie treffe ich meine Entscheidungen, gehe ich nach links, gehe ich nach rechts, wohin will ich?

Das Lied dreht sich also um dich selbst.
In meinen Songs erzähle ich mein Leben, das ist sehr persönlich. Ich verarbeite damit auch die schwierigen Situationen.

Den Videoclip dazu hast du in Marokko gedreht. Wieso?
Die Musik ist sehr sommerlich. Da habe ich mir überlegt, was am besten dazu passen würde. Der Dreh war ein riesen Krampf. Es war sehr mühsam, das ganze Equipment nach Marokko zu schaffen, der ganze Papierkram war Horror. Aber es hat sich gelohnt.

Ich habe mich daran gewöhnt, viel unterwegs zu sein

Du bist viel unterwegs. Im April zum Beispiel trittst du in Abu Dhabi auf, einen Tag später schon im Wallis. Wie machst du das?
Ich mache es einfach (lacht). Es gehört zu meinem Job, viel unterwegs zu sein. Ich habe mich unterdessen daran gewöhnt. Etwas mehr Schlaf wäre manchmal schon schön.

Nebenbei bist du auch für Werbeaufträge unterwegs. Kommst du mit der Musik alleine nicht über die Runden?
Ich will einfach das ganze Paket bieten. Dazu gehören auch gemeinnützige Engagements wie für den Wings For Life World Run und Einsätze in der Werbung. Als Musiker hat man es in der kleinen Schweiz nicht ganz einfach.

 

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Zu deinen Auftraggebern gehörten schon Coca Cola, Migros aber auch die Post oder Schweiz Tourismus. Fiese Stimmen sagen, Luca Hänni nimmt einfach alles an.
(Lacht) Nein, so stimmt das nicht. Ich mache mir bei jedem Angebot Gedanken darüber, ob ich mich für eine Firma engagieren will oder nicht.

Bleibt da noch Raum für ein Privatleben?
Es braucht Organisation, um meine Liebsten zwischen den Terminen zu treffen. Am Wochenende war ich gerade zwei Tage zu Hause. Ich zog zusammen mit Kollegen durch Thun, wir genossen die Sonne und wir grillierten.

Tamara und ich nehmen uns Zeit für Zweisamkeit

Jemand Besonderes wünscht sich bestimmt mehr Zeit von dir.
Mein Mami? (Lacht)

Die sicher auch.
Du meinst meine Freundin Tamara. Wir haben glücklicherweise dieselben Kollegen, das schätze ich sehr. Dadurch kann ich meine Freunde und sie häufig gleichzeitig treffen.

Aber für sich alleine hat sie dich nie?
Doch, natürlich, wir nehmen uns Zeit für Zweisamkeit. Wir haben auch gerade Ferien gebucht. Wir fliegen im November nach Südafrika.

Einige Stars zeigen ihre Freundinnen regelmässig auf Social Media. Bei dir ist das anders, sie ist quasi nie zu sehen. Wieso?
Das ist das Stückchen Privatsphäre, das mir noch bleibt. Ich poste ab und zu gemeinsame Bilder, aber es muss einfach passen. Wir haben es super miteinander, das muss ja nicht immer jeder mitverfolgen können.

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