Dominique Rinderknecht «Magersucht ist wichtiges Thema»

Sie ist jung, intelligent und seit Sonntag die offiziell schönste Frau des Landes. Dass sie als Miss Schweiz mehr als nur attraktiv sein kann, will Dominique Rinderknecht während ihres Amtsjahres beweisen. Mit der «Schweizer Illustrierten» sprach sie über ihre Vorbild-Funktion, über Männer und die Schweiz.

An der neuen Miss Schweiz ist alles ein wenig anders als gewohnt. Erstmals gewinnt eine junge Frau mit kurzen Haaren, eine, die studiert - und eine, die offen über Schönheits-Operationen und Tabuthemen redet. Im Gespräch mit der «Schweizer Illustrierten» erzählt Dominique Rinderknecht, 23, zudem, was sie an ihrem neun Jahre älteren Freund so attraktiv findet.

DOMINIQUE RINDERKNECHT ÜBER MÄNNER UND IHREN FREUND GOEK:
«Attraktivität muss von innen kommen», sagt sie. Es sei nicht das Alter, das einen Mann anziehend mache, sondern der Charme. «Es gab schon hübsche Männer, aber die haben mich nicht angezogen.» Sie habe noch nie so viel mit einem Mann gelacht wie mit ihrem Freund. «Goek hat einfach den richtigen Humor.» Er habe Verständnis für ihren vollen Terminkalender, auf seine Unterstützung könne sie jederzeit zählen. Seit die zwei vor drei Jahren ein Paar geworden sind, teilen sich eine Wohnung in Zürich. Ob ihre Beziehung das Amtsjahr übersteht? «Ich habe nicht das Gefühl, dass wir ein Problem bekommen, und ich bin der Meinung, dass es entweder funktioniert oder eben nicht.» Das sei Schicksal und nicht vom Amtsjahr abhängig.

...ÜBER DIE SCHWEIZ:
Ihr Heimat sei ein beeindruckendes Land: «Einerseits wegen der Lebensqualität, aber auch, weil wir als Kleinstaat wirtschaftlich so erfolgreich sind.» Sie selber besitze auch typisch schweizerische Eigenschaften: «Ich bin sehr verantwortungsbewusst, zielstrebig und liebe Schokolade und Raclette.» Das Bewusstsein für Qualität werde bei ihr gross geschrieben.

...ÜBER SCHÖNHEITS-OPERATIONEN:
Ein schwieriges Thema, findet Dominique Rinderknecht. Es gebe Fälle, bei denen es sie es verstehe, «zum Beispiel bei Unfällen». Auch wenn eine Frau unglücklich mit ihrer Oberweite sei, könne sie eine OP nachvollziehen. Aber: «Mein Ratschlag wäre, sich zuerst mit der eigenen Psyche auseinanderzusetzen.» Denn meist handle es sich um einen Minderwertigkeitskomplex, findet Dominique - den könne selbst durch eine Operation nicht behoben werden. Mit ihrem eigenen Aussehen ist sie mehrheitlich zufrieden, ihr Gesicht und ihr «Füdli» gefallen ihr besonders.

...ÜBER IHRE NEUE VORBILDSFUNKTION:
In ihrem Amtsjahr will sie zeigen, dass man als Schönheitskönigin nicht zwingend der Modeltyp sein muss: «Schönheit ist gut und recht, aber schlussendlich ist es wichtig, dass man sich weiterbildet.» Das Magersuchts-Thema findet sie sehr wichtig, obwohl Dominique nie selber betroffen war, wie sie sagt. Für die Miss-Schweiz-Wahl habe sie zwar abgenommen, aber das habe einen anderen Grund: «Jetzt wollte ich einfach fit und ‹parat› sein.» Die 23-Jährige leidet an Arthritis - sie könne sich auch gut vorstellen, sich dafür zu engagieren.

Das ganze Interview mit Dominique Rinderknecht und weitere Bilder vom SI-Shooting sehen Sie in der aktuellen «Schweizer Illustrierten» Nr. 24 - ab Montag, 10. Juni am Kiosk oder auf Ihrem iPad.

Alles zur Miss-Schweiz-Wahl 2013 und zu Dominique Rinderknecht gibts im SI-online-Dossier.

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