Miss Schweiz 2013 Making-of: So war das finale Casting

Die 130 schönsten jungen Frauen reisten am Samstag von überall her nach Zürich. Beim letzten und entscheidenden Casting stellten sie sich noch einmal der Jury. So unterschiedlich ihr Aussehen, so gleich ist ihr Traum: Sie wollen alle Nachfolgerin von Alina Buchschacher und somit Miss Schweiz 2013 werden.

Wow! 130 junge Frauen in einem Saal. Ein Männertraum? Nein, das finale Casting zur Wahl der Miss Schweiz 2013. Aus allen Kantonen sind sie vergangenen Samstag nach Zürich gereist, um die Nachfolge von Alina Buchschacher, 21, anzutreten. Ihr Mädchentraum: die Schönste im Land zu werden! Doch der Weg dahin gestaltet sich alles andere als glamourös, wie die 17- bis 25-Jährigen schnell merken. Vor dem «Kaufleuten» stehen sie in ihren High Heels im Schnee und warten auf den Einlass um 9.15 Uhr. Die meisten sind barfuss in ihren Schuhen - und das bei minus 4 Grad!

ZEHN SEKUNDEN KÖNNEN LEBEN VERÄNDERN
Oriana, 22, aus Lausanne ist bereits krank.
Das Fieber sank zwar über Nacht, dafür läuft die Nase. Mit dem Taschentuch in der Hand stellt sie sich vor die sechsköpfige Jury um Karina Berger von der Miss-Schweiz-Organisation. Sich sexy zu fühlen, fällt da natürlich schwer. Der perfekte Auftritt muss geplant sein. Lediglich zehn Sekunden hat jede Bewerberin, um sich vorzustellen. Bei Ilena, 21, klingelte der Wecker deshalb bereits um 6.10 Uhr: Ihre braunen Haare in schönen Locken sollen beeindrucken. Um 8.50 Uhr ging sie fertig gestylt aus dem Haus.

«Wie gross bist du?» - «1,82 Meter.» - «Deine Schuhgrösse?» - «Je nachdem 41 oder 42», sagt Chantal, 19. Auch -Dominique, 23, fällt auf. Im November machte sie kurzen Prozess, schnitt ihre Haare ab: «Entweder es passt, so wie ich bin, oder es passt nicht.»

TÄTOWIERTE & GEPIERCTE ASSISTENTINNEN
Die meisten Bewerberinnen sind das Gleiche von Beruf: Assistentin - egal ob im Medizin-, Dental- oder Pharma-Bereich. Vielfalt? Von wegen! Wäre da nicht noch eine Kaminfegerin und das Pin-up-Model Gina Carla, 25. «Meine Tätigkeit sehe ich in diesem Casting eher als Nachteil.» Immerhin existieren von ihr Fotos, wo sie leicht bekleidet posiert. Doch die Jury wählt sie in die nächste Runde. «Heilige Scheisse!» - damit hat sie nicht gerechnet. Für
Iva, 21, aus Luzern hats nicht gereicht. «Schlimm ist es nicht. Aber für die kurze Zeit vor der Jury habe ich ein bisschen sehr lange gewartet», sagt sie nachmittags um zwei.

Kizzy, Rajana, Filloreta, Genila oder Maïlys? Heidi, 22, wäre wegen ihres Namens eine perfekte Miss Schweiz. Dass sie den Hollywood-Stars Angelina Jolie und Olivia Wilde ähnlich sieht, hört sie nicht zum ersten Mal, - das «Du bist weiter» von der Jury jedoch schon.

Wer in der nächsten Runde ist, wird gemessen. Nicht alle erfüllen die Mindestgrösse von 1,68 Metern. Zwei Casting-Teilnehmerinnen aus der Westschweiz machten ihre lange Reise vergebens: Es fehlen einmal zwei, einmal drei Zentimeter. 

Blerina, 20, schafft den «Fakten»-Durchgang und liefert gleich eine eigene Zahl: vier. So viele Tattoos zieren ihren Körper. «Als Person sollte man die eigene Individualität ausdrücken dürfen», sagt sie. «Auch als Miss Schweiz.» Janice, 19, tut dies ebenfalls: im Gesicht. In der Mitte ihrer Unterlippe trägt sie seit Dezember ein Piercing. Für
den Miss-Schweiz-Titel würde sie es entfernen - 90 Franken Investition hin
oder her, das wäre es ihr wert. Und falls sie am 8. Juni im Zürcher Hallenstadion zur Miss Schweiz 2013 gekürt wird, holt sie den Betrag locker wieder in ihr Portemonnaie zurück.  

Weitere Bilder der Casting-Teilnehmerinnen finden Sie in der «Schweizer Illustrierten» Nr. 4 - erhältlich ab Montag, 21. Januar 2013, am Kiosk und auf Ihrem iPad.

Sehen Sie am 18. Februar in der «Schweizer Illustrierten» sowie auf SI online, welche 18 Frauen es unter die Miss-Schweiz-Kandidatinnen geschafft haben. 

Artikel zur amtierenden Miss Schweiz Alina Buchschacher finden Sie im Dossier von SI online.

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