Model Manuela Frey feiert Endlich hat sie die Lizenz zum Ausziehen

Endlich 18! Nun darf Model Manuela Frey für «Vogue» & Co. die Hüllen fallen lassen. In New York ist sie aus ihrer Model-WG ausgezogen - und ans Steuer darf sie auch. Die «Schweizer Illustrierte» hat das Geburtstagskind besucht. 

Einmal Paris-Brugg-Paris in 36 Stunden. Manuela Frey, 18, hatte sich am letzten Tag der Fashion Week in der Modemetropole sputen müssen. Nach ihrem letzten Catwalk am Nachmittag war die Aargauerin noch zu einem Casting gehetzt und von dort weiter zum Gespräch mit ihrer Agentin der Model-Agentur Elite. In letzter Minute war Manuela im Bahnhof Paris Gare de Lyon in den 18.23-Uhr-TGV gesprungen.

Drei Stunden Schlaf von der Seine bis an den Rhein. In Basel hatten Mutter Béatrice, 48, und die Grossmütter Heidi, 82, und Ida, 80, aufgeregt gewartet, als der Zug um 21.23 Uhr mit Manuela in den Bahnhof rollte. «Meine Grosi habe ich lange nicht gesehen.» Die Freude ist riesig, auch wenns ein kurzes Wiedersehen ist. Noch in derselben Nacht gehts weiter nach Hause ins aargauische Brugg. «Ich bin müde, aber glücklich», sagt Manuela. Im September ist das Model, das vor zwei Jahren den «Elite Model Look»-Contest gewann, an 50 Shows in New York, London, Mailand und Paris gelaufen. Im Frühjahr waren es sogar 64 gewesen - Rekord!

Es hat sie gewurmt, dass Chanel sie dieses Mal nicht gebucht hatte. Auf Nachfrage, warum, bekam ihre Agentin zu hören: «Manuela is too happy - zu glücklich.» Im ersten Moment war die 18-Jährige baff, im zweiten sagte sie: «Ich bin, wie ich bin, und ich werde mich nicht verbiegen.» Ursula Knecht, 56, Chefin der Model-Agentur Option und Manuelas Entdeckerin, sagt: «Sie hat eine Charakterstärke, die ich noch bei keiner anderen erlebt habe.» Knecht ist überzeugt, dass Manuela «alles hat, so erfolgreich zu werden wie das tschechische Topmodel Karolina Kurkova». Manuela gehört inzwischen zu den zehn meistgebuchten Models. Jetzt, wo sie 18 geworden ist, warten auch Jobs im Dessous-Bereich auf sie. Die durfte sie aufgrund der Gesetzeslage in den USA bisher nicht annehmen. Nun darf sie, genauso wie Auto fahren. Den Lernfahrausweis hat sie bereits in der Tasche.

Zu Hause in Brugg ist und bleibt das Model aber einfach Manuela. «Sie hat uns bewiesen, dass wir uns absolut auf sie verlassen können», sagt ihre Mutter. Vor einem Monat hat Manuela ihre Model-WG im Big Apple verlassen. «Ich spürte oft Neid, wenn ich aus dem Haus ging, weil ich Aufträge hatte, die anderen Mädchen aber nicht.» Ihr neues Apartment liegt in Downtown Manhattan. In der Nachbarschaft wohnt Superstar Beyoncé. Manuela teilt sich die Wohnung mit einer 30-jährigen Managerin und deren Pudel Lilly. «Ausgerechnet ich, die so Angst vor Hunden hatte.» Längst hat sie das weisse Fellknäuel ins Herz geschlossen.

Fünf Wochen war sie zu Hause im vergangenen Jahr. In der neuen Wohnung ihrer Eltern in Brugg hat sie trotzdem ihr eigenes Zimmer bekommen. Nur hat sie es wieder nicht geschafft, ein paar Bilder an die Wand zu hängen. Das muss warten. Irgendwann hat sie sicher wieder 36 Stunden zwischen Paris, Mailand oder London - und Brugg.

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