Manuela Frey Jetzt will sie als «Victoria's Secret»-Model durchstarten

Keine läuft mehr! Manuela Frey ist der Catwalk-Star bei den Fashion Weeks. Ihr Ziel: Sie will der erste Schweizer «Victoria's Secret»-Engel werden. Dafür schwitzt sie - und relaxt im neuen Apartment in New York. Die «Schweizer Illustrierte» hat sie im Big Apple besucht.

Von draussen dröhnen Polizei- und Feuerwehrsirenen durchs Fenster, dazu hupende Autos. Es ist New Yorks typische Geräuschkulisse. «Hier habe ich endlich meine Ruhe», sagt Manuela Frey, 18. Plötzlich stutzt sie und fängt an zu lachen, als sie den verdutzten Blick ihres Gegenübers bemerkt. Mit Ruhe meint sie ihr eigenes Reich, wo sie im Moment auf ihrem Bett liegt und via Video-App Facetime telefoniert. Bis Ende letzten Jahres musste sich die Aargauerin ein Zimmer mit bis zu vier Kolleginnen in einem kleinen Model-Apartment Downtown teilen. Wild herumliegende Klamotten und Haare im Badezimmer inklusive. «Nach eineinhalb Jahren hatte ich, die ich so penibel bin, einfach die Schnauze voll.»

Sie lebt jetzt in einer Zweier-WG im schicken Manhattan. Für 2000 Dollar Miete. Für New Yorker Verhältnisse günstig - zumal an dieser Lage. Manuela hat nur fünf Minuten Fussweg bis zu ihrer Agentur The Society. Und sie hat nur noch zwei Mitbewohnerinnen: Annette, 30, Brokerin, und deren Malteserhündchen. «Am Anfang bellte Lilly mich immer an, wenn ich nach Hause kam, aber inzwischen begrüsst sie mich freudig mit dem Schwanz wedelnd.»

Annette ist ihre beste Freundin geworden in New York. «Fast ein bisschen wie eine grosse Schwester», sagt Manuela. «Sie ist eine Lustige, ein verrücktes Huhn - wir haben uns auf Anhieb gut verstanden.» Jede hat ihr eigenes Zimmer als Rückzugsort; Küche, Wohn- und Badezimmer teilen sie sich. Und überall ists picobello sauber. Keine Haare in der Dusche!

Mit neuer Frisur ist Manuela seit vergangener Woche unterwegs: kecker Fransenpony - und um einiges blonder. In ihrer Agentur sei man begeistert gewesen. «Wow, das steht dir, Manuela!» An den bevorstehenden Fashion Weeks werden alle grossen Designer und Kunden ihren neuen Look zu sehen bekommen. Es soll auch ein weiterer Schritt in ihrer bisher stets nach vorn gerichteten Karriere sein. «Ich habe ein gutes Gefühl.» Ihr grosses Ziel: 2016 will sie als erster Schweizer «Victoria’s Secret»-Engel über den Laufsteg schweben.

Manuela ist viel beschäftigt, nach wie vor. Seit sie als 16-Jährige den Elite Model Look Switzerland 2012 gewonnen hat, geht es Schritt für Schritt in den internationalen Modehimmel: dritter Platz im internationalen Weltfinal. Sie läuft für Armani, Burberry, Chanel und Dior, steht für Lagerfeld vor der Kamera - und er ist angetan von Manuela. Im Moment ist sie an vier Tagen pro Woche beschäftigt. An den anderen eilt sie von Casting zu Casting. «Das ist eher Freizeit», sagt sie. Dabei ist es harte Arbeit, um an neue Jobs zu kommen.

Nach Feierabend sitzt sie mit ihrer Mitbewohnerin entweder vor dem TV, oder sie gehen ins Kino. Hin und wieder wird gekocht - allerdings nur von Manuela. Dann gibts gesunde Sachen wie Gemüse, Poulet und Reis. «Kocht» Annette, stehen Take-away-Food und Nutella-Brote auf dem Tisch. «Da ist sie eine typische New Yorkerin», witzelt Manuela. Auch wenn sie die Schokolade wieder abtrainiert. Annette hat Manuela vor vier Monaten Hot Yoga schmackhaft gemacht: 90 Minuten Übungen bei 40 Grad. Wer ein Engel werden will, muss schwitzen...

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