«Das persönliche Interview» mit Manuela Frey «Arbeiten macht mich glücklich»

Dumme Ideen? Gibts nicht bei ihr! Manuela Frey überlegt zuerst und handelt dann. Dass die gefragte Laufsteg-Schönheit einst in rosa Playboy-Bettzeug schlief, ist wohl eher eine Jugendsünde. Sie wäre gern eine Erdbeere, liebt Dubais Klima und Barcelonas Shoppingmeile - und hasst übervolle Teller.
Glorys 2015 glanz & gloria Christa Rigozzi Sarah Meier Prominente Schweiz
© Tilllate.com

Manuela Frey, 19, gewann 2012 mit 15 Jahren den Schweizer Elite Model Look.

Schweizer Illustrierte: Manuela Frey, Als Sie Kind waren, was hat Ihnen Ihre Mutter da immer gesagt?
Manuela Frey: Beim Nachhausekommen: Schuhe ausziehen, Hände waschen!

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Smartphone?
Ein Foto meiner Familie - mit meiner Mama Béatrice, Papi René und meinem Bruder Lukas.

Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen: Aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften setzen Sie ihn zusammen?
Aus New Yorks pulsierendem Leben, der wunderschönen Zürichsee-Gegend, dem Klima von Dubai und Barcelonas Einkaufsmeile.

Wie hätten Sie als Bub geheissen?
Lukas.

Welches Gemüse sollte verboten werden?
Ich liebe die Vielfalt - und sie soll bestehen bleiben.

Und was für eine Frucht wären Sie?
Eine Erdbeere.

Gott sei Dank tuts nirgends weh



Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Ich bin noch jung, Arbeiten macht mich glücklich. Ich liebe meinen Job, und es stimmt für mich.

Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes geschenkt?
Ein selbst kreiertes Fotoalbum zu Weihnachten für meine Eltern.

Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Gott sei Dank nirgends!

Haben Sie einen Organspendeausweis?
Das steht auf meiner Pendenzenliste. Es ist mir ein grosses Anliegen, denn so kann ich anderen Menschen helfen.

Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
(Lacht.) Das hingegen steht noch nicht auf meiner Pendenzenliste. So weit denke ich noch nicht. Ich lebe im Jetzt.

Können Sie sich vorstellen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen?
Ja, wenn die Situation und das Leiden so aussichtslos sind, dass ich für meine engsten Angehörigen nur noch eine Belastung bin.

Über welche Tat oder Aussage von Ihnen wird man noch lange nach Ihrem Ableben reden?
Hoffentlich von meiner Model-Karriere.

Ich schöpfe immer nur so viel, wie ich auch essen kann



Welche Pille gehört erfunden?
Es gibt doch schon zu viele. Jeder möchte unsterblich sein, möglichst lange leben. Wir manipulieren die Natur zu stark, und diese Entwicklung wird für unsere Gesellschaft in naher und ferner Zukunft unlösbare Probleme mit sich bringen.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
Ich mag keine überfüllten Teller und schöpfe immer nur so viel, wie ich auch essen kann.

Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Die Teilnahme am Elite Model Look vor vier Jahren.

Und Ihre dümmste?
Da fällt mir nichts ein. Ich überlege immer zuerst, ehe ich handle.

Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Den, dass auf der ganzen Welt irgendwann Frieden herrscht.

Welche Ihrer Eigenschaften möchten Sie Ihren Kindern vererben?
Ehrlich, bodenständig sowie pflichtbewusst zu sein – und meine positive Lebenseinstellung.

Und welche keinesfalls?
Mein starker Hang nach Perfektionismus.

Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu erschaffen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten soll er das tun?
Ich bin dankbar und zufrieden, so wie er mich erschaffen hat.

Mein Geschmack hat sich um 180 Grad verändert



Was wird man in hundert Jahren über die aktuelle Epoche sagen?
Loben wird man uns für den Fortschritt der Technik, verurteilen wohl für die Ausbeutung der Bodenschätze und die damit verbundene Umweltverschmutzung.

Als Sie 16 Jahre alt waren, wie sah da Ihr Zimmer aus.
Playboy-Bettzeug, ein riesiges rundes Bett und alles in Pink. Die Wände waren zugeklebt mit Postern von den Backstreet Boys und One Direction. In der Zwischenzeit sind wir aber umgezogen, und auch mein Geschmack hat sich um 180 Grad verändert.

Ihr Spitzname als Kind?
Manu.

Was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend verändern?
Wenn immer möglich benutze ich den ÖV. Da ich aber in meinem Job viel in der Welt herumfliege und vor allem auch während der Fashion Weeks in London oder Mailand einen Fahrer brauche, um rechtzeitig bei meinen Auftraggebern anzukommen, ist das ein sehr schwieriges Thema.

Haben Sie ein Tattoo?
Nein, es ist auch kein Thema.

Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Bleibe immer du selbst, und lebe deinen Traum.

Wer ist Ihr bester Freund?
Ich kann und will mich da nicht auf eine einzige Person festlegen. In jedem Land, in dem ich mich öfter aufhalte, habe ich eine gute Freundin oder einen guten Freund. Dafür bin ich dankbar.

Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut?
Über eine wunderschöne Halskette aus der neuen Kollektion von Sarina Arnold.

Im Dossier: weitere Interviews

Auch interessant