Martina Hingis im grossen Interview «Negativ-Schlagzeilen waren nicht immer einfach für mich»

Sie ist die berühmteste Schweizer Sportlerin - und erlebt mit 34 Jahren gerade ihren dritten Karrierefrühling. Für die «SI Sport» steht Martina Hingis nicht nur exklusiv vor der Kamera. Sie spricht auch über die Lust am Posieren. Über ihre Teenie-Zeit als Weltstar. Und über Roger Federer.
Martina Hingis Shooting SI Sport
© Christoph Köstlin/SI Sport

Die Tennis-Queen im Shooting von «SI Sport»: selbstbewusst und entspannt wie nie.

Drama mit Happy End: Martina Hingis, 34, vergeigt am Wochenende ihr Comeback im Fed Cup gegen Polen. Schlimmer noch: Sie wird von Krämpfen geplagt und kann fürs Doppel nicht mehr antreten. Doch ihre Kolleginnen springen in die Bresche und bringen das Schweizer Fed-Cup-Team zurück in die Weltgruppe I. Nach elf Jahren gehören die Schweizerinnen wieder zu den acht besten Nationen.

Martina Hingis ist definitiv zurück! Mit 16 wurde sie zum Weltstar, mit 34 zeigt sie sich nun so entspannt wie nie. Beim kürzlichen Shooting für «SI Sport» in einem Zürcher Studio ist sie nach drei Stunden vor der Kamera immer noch bestens gelaunt, scherzt und lacht. Als Model ist Hingis inzwischen denn auch ein alter Hase: Schon im Alter von 17 Jahren zierte sie das Cover der «GQ», wurde damit in Amerika berühmt. «Danach konnte ich grosse Verträge unterschreiben», erinnert sie sich. Sie habe es immer genossen, vor der Kamera zu posieren. Damals habe sie sich fürs Covershooting sogar extra die Haare geschnitten. «Es war danach unmöglich, sie nochmals so hinzubekommen. Aber die Bilder waren genial.»

Martina Hingis Cover GQ
© Cover GQ

Heute ist Hingis doppelt so alt. Und doppelt so reif. Die Negativschlagzeilen seien nicht immer einfach für sie gewesen, weiss sie rückblickend. «Ich war mit 16 nicht immer so diplomatisch korrekt in meinen Aussagen. Das ist verständlich als Teenager. Es ist eine Entwicklung, die passieren muss.» Auch heute sei es mitunter noch schwierig, wie sie lachend gesteht, «aber es wird besser».

Verändert hat sich Martina Hingis auch körperlich. Sie hat weniger Muskeln als noch vor ein paar Jahren, wirkt femininer. «Ich verändere mich als Person», sagt sie, «und mein Körper verändert sich ebenfalls. Ich habe die Highlights meines Tennislebens hinter mir. All das, was jetzt noch passiert, jeder Turniersieg, ist nur noch ein Bonus.»

Das ist bei ihrem männlichen Pendant nicht anders. Mit dem Unterschied, dass Roger Federer, 33, neben dem vollen Kalender auch noch eine Grossfamilie hat. Wohl deshalb seien die beiden auch nicht eng miteinander befreundet. Klar, man tausche sich aus. Aber: «Für vierfache Eltern ist der Terminplan sowieso voll. Da hat man andere Dinge um die Ohren», sagt Hingis. Sie selbst könne sich das gar nicht vorstellen. «Wahrscheinlich ist man ja schon mit zwei Kindern sehr beschäftigt.» Familienplanung ist deshalb zurzeit auch kein Thema für sie. «Im Moment will ich spielen.» Alles andere überlege sie sich jetzt nicht.

Das ganze Interview mit Martina Hingis und exklusive Shooting-Bilder: In der Sport-Beilage der «Schweizer Illustrierten» Nr. 17 - ab 20. April am Kiosk, auf Ihrem iPad oder im eReader.

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