Bald heiraten Max Loong und Sepideh Haftgoli «Es ist unser Traum, bald eigene Kinder zu haben»

Wenn Moderator Max Loong nicht gerade zwischen Karrieren und Kontinenten hin- und herjettet, hat er sein Daheim gefunden: mit seiner Verlobten Sepideh Haftgoli in ihrem Haus in Hollywood. Anfang Juni geben sie sich das Ja-Wort und schmieden bereits weitere Zukunftspläne.

Traumfabrik Hollywood. Hier werden Illusionen illustriert, Fantasien fabriziert und Begehren bewirtschaftet. Es ist ein Business. Knallhart. Max Loong, 36, arbeitet an diesem Traum. Der Schweizer mit chinesisch-malaiischen Wurzeln lebt und arbeitet seit acht Jahren in Los Angeles.

Es läuft gut. Zusammen mit seiner Verlobten, der iranischstämmigen Filmproduzentin Sepideh Haftgoli, 35, hat er sich vor knapp zwei Jahren sein erstes Eigenheim kaufen können: ein Mid-Century-Haus in den Hollywood Hills, in deren Nachbarschaft Stars wie Leonardo DiCaprio und Keanu Reeves leben.

Ein ganzes Jahr hat der Umbau gedauert. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat. Die 200 Quadratmeter piekfein aufgeräumte Wohnfläche strahlt eine Leichtigkeit aus, wie sie nur Häusern in Southern California eigen ist: crèmefarbenes Mobiliar, frische Blumen und Duftkerzen, die stilvoll arrangiert neben weiteren assortierten Nippes wie Cocktail-Utensilien oder goldenen Bilderrahmen stehen. «Es war an der Zeit, meine Junggesellen-Möbel aufzugeben», sagt Max und wirbelt in die Küche, um sich - ganz dem L. A.-Lifestyle verpflichtet - ein Kokoswasser einzuschenken.

Max Loong: «Wir wissen, wie man Geschäfte macht!»

Energetisch, ehrgeizig und elastisch wie Max Loong ist, umgibt ihn etwas Unfassbares. Was alles genau macht dieser Hans-Dampf-in-allen-Gassen? Er kultiviert verschiedene Karrieren auf verschiedenen Kontinenten - in den USA, in Asien und in der Schweiz. Max Loong ist Moderator (von Viva Schweiz über MTV Asia bis hin zu den Asian TV Awards, den asiatischen Emmys mit 300 Millionen Fernsehzuschauern). Max Loong ist Schauspieler (die TV-Serie «Lion Moms» konnte es in Asien in Sachen Popularität mit «Desperate Housewives» aufnehmen). Max Loong ist Hotel- und Clubbesitzer (mit seiner Mutter Bea zusammen hat er auf Bali von Grund auf das Luxus-Ferienresort Hidden Hills Villas aufgebaut und ist Teilhaber des angesagten Nachtclubs Supper Club am Sunset Boulevard in Hollywood). Und Max Loong wird auch noch Produzent: Gemeinsam mit Sepideh, die eine eigene Filmproduktionsfirma hat, ist er daran, Kinofilme zu produzieren. «Ich will einfach unterhalten», sagt er. «Ich bin ein ‹Host›, ein Entertainer, der auf verschiedenen Bühnen steht. Das kann schlussendlich auch eine Hotelbühne sein.»

Sepideh ist aus ähnlichem Holz geschnitzt. Als Tochter iranischer Immigranten aus der Mittelschicht in San Francisco aufgewachsen, hat die studierte Juristin den American Dream intus. «Für Iraner ist Bildung enorm wichtig. Wir haben extreme Erwartungen an uns selbst und sind sehr ehrgeizig!» Und: «Wir wissen, wie man Geschäfte macht!»

Max schätzt an ihr genau diesen Drive: «Ein Nein gibt es für sie nicht als Antwort.» Als Filmproduzentin und Ex-Freundin von «Friends»-Star David Schwimmer beherrscht sie die Hollywood-Regel, dass die besten Geschichten immer noch das Leben schreibt - auch wenn hie und da mit einem gescripteten Drehbuch nachgeholfen wird. «Mit Sepi habe ich die richtige Person an meiner Seite. Ich habe eine Partnerin gefunden, die mich weiterbringt - beruflich und privat», sagt Max über seine Verlobte, die vor elf Jahren zur Miss Iran gekürt worden ist.

Ein Haus in den Hills, ein Porsche in der Garage und eine Ex-Schönheitskönigin als Verlobte - das bringt viele Neider mit sich. «Mir ist nichts in den Schoss gefallen, ich habe an allem unglaublich hart gearbeitet», sagt Max. Vielleicht liegt sein Erfolgsgeheimnis aber auch in der perfekten Kombination aus schweizerischer Genauigkeit, asiatischer Disziplin und amerikanischem Arbeitsethos, die alles so einfach aussehen lässt?

Die Hochzeit dauert fünf Tage

«Disziplin und Ausdauer, das haben wir beide. Vor allem Sepi!», sagt Max. Und so verbringen die beiden ihre Abende viel weniger kuschelnd auf dem ecrufarbenen Sofa als vielmehr vor den Computern im gemeinsamen Büro. «Wir sind sehr gerne zu Hause», sagt Max. «Auch wenn ich oft in Singapur oder Bali unterwegs bin und die Schweiz immer meine Heimat bleiben wird - hier ist mein Daheim.»

Dann kocht Max seine panasiatischen Klassiker wie Spicy Satay Beef im Wok, oder Sepi zaubert aufwendige persische Gerichte auf den Tisch, die ihr ihre Mutter über Skype auf Farsi erklärt. «Wir sind beide grosse Familienmenschen», sagt Sepi. «Es ist unser Traum, bald eigene Kinder zu haben.»

Die gemeinsame Hochzeit jedenfalls steht an - am 3. Juni auf Bali. «Ein grosser Teil meiner Familie reist extra aus dem Iran an», sagt Sepideh. «Sie hätten für die USA gar kein Visum gekriegt.» Während fünf Tagen heiraten Max und Sepi dann nach amerikanischer, iranischer, chinesischer und schweizerischer Tradition - getreu nach Max’ Maxime: «It’s showtime!»

Bereits ihre Verlobung hatte Soap-Potenzial: Vor drei Jahren lernten sie einander über gemeinsame Freunde kennen, im Jahr darauf hält Max im legendären französischen Hotel du Cap-Eden-Roc in Cap d’Antibes um Sepis Hand an. Ob der Verlobungsring - wie es amerikanische Tradition ist - drei Monatslöhne wert war, darüber schweigt er. Für die Hochzeit jedenfalls werden weder Mühe noch Kosten gescheut. «Der Aufwand ist gigantisch», sagt er. Aber schliesslich sind Max und Sepideh Unterhaltungsprofis – wenn also jemand weiss, wie man etwas mit der grossen Kelle anrührt, dann sie beide.

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