Zu Hause bei Mike Oesch & Nadine Eichenberger 1. Liebesnest für den Bassisten von Oesch's die Dritten

Ein harmonischer Haushalt: Mike Oesch, Bassist von Oesch's die Dritten, und die Schlagersängerin Nadine Eichenberger machen Ernst: Nach sieben Jahren Beziehung leben sie endlich unter einem Dach. Die «Schweizer Illustrierte» hat das Paar in seiner ersten gemeinsamen Wohnung besucht.

Das Fleisch brutzelt in der Pfanne, Mike Oesch, 26, schnetzelt das Gemüse, während Nadine Eichenberger, 23, den Tisch deckt. Verliebte Blicke, Küsse, erste gemeinsame - und blitzblanke Wohnung: «Wir sind beide sehr ordentlich, räumen alles sofort weg», sagt Nadine. Mike ergänzt: «Wir putzen gemeinsam, ohne Ämtliplan. Das Badzimmer hingegen mache ich nicht gerne. Das putzt immer Nadine.» - «Und die Waschmaschine räume auch immer ich aus», ergänzt sie und lacht.

Seit über sieben Jahren sind die beiden liiert. Sie hatten sich am «Silvesterstadl» von Andy Borg in Oberwart, Österreich, kennengelernt. Mike, der Bassist von Oesch's die Dritten, trat mit seiner Familie im Nachwuchswettbewerb gegen Schlagersängerin Nadine an. Die volkstümliche Familiencombo gewann den Wettbewerb - und Mike Nadines Herz. «Er ist mir sofort aufgefallen», sagt sie. Nadine war gerade erst 16 Jahre alt, in einer Beziehung und musste zuerst mit ihrem damaligen Freund Schluss machen.

«Es ist die grosse Liebe», so das Paar, das seit Januar in Ittigen bei Bern wohnt. An den Wochenenden sind sie jedoch meistens getrennt, dann stehen für beide Konzerte auf dem Programm. Viele weibliche Fans wollen Mike nach den Auftritten kennenlernen und ein Foto mit ihm machen. «Ein bisschen quatschen ist okay», sagt er. «Mehr läuft nicht.» Es gebe auch Groupies, die seien aber nicht so extrem wie bei Rockstars. «Bis jetzt habe ich noch keine unmoralischen Angebote erhalten.» Nach Konzerten wird Mike auf Facebook allerdings oft angeschrieben. «Ich könnte nicht verzeihen, wenn er fremdginge», so Nadine. Mike fügt an: «Ein Müntschi geht noch. Mehr nicht!» - «Kommt drauf an, was für ein Müntschi es ist», erwidert Nadine sofort. «Mega eifersüchtig bin ich nicht, aber manchmal denke ich schon: Er gehört mir.»

Auch Nadine wird von ihren Fans kontaktiert. Einige verlangen ihre Handy-Nummer, aber die gibt sie nie raus. Nächstes Jahr feiert die junge Sängerin bereits ihr zehntes Bühnenjubiläum. Ihr Mentor ist Roland Eberhart, 58, Sänger und Komponist des erfolgreichen Schlagertrios Calimeros. Eberhart ist seit über zehn Jahren auch der Partner ihrer Mutter Sandra, 48. «Dank Roland habe ich angefangen, professionell zu singen.» Im Juli erscheint ihr zweites Solo-Album. Dessen Titel, «Der siebte Himmel», passt perfekt zu ihrem Leben, könnte man meinen. Schöne, heile und sorglose Schlagerwelt? Von wegen!

Von ihrer Leidenschaft kann Nadine nicht leben. Alles, was sie mit Auftritten einnimmt, investiert sie sofort wieder in die Musik. «Es ist eine Nullrechnung.» Deshalb arbeitet die ausgebildete Kauffrau Vollzeit als Sachbearbeiterin bei einer Unfallversicherung. Und nach Feierabend übt sie zu Hause - es sind lange Tage. Die Zeit vor der Fertigstellung des Albums war besonders intensiv: Auftritte, Interviewtermine, Fotoshootings, Video-Dreh auf Teneriffa, Gesangsstunden in Winterthur und eben der Bürojob. «Ich bin an meine Grenzen gekommen.» In solchen Situationen sei sie gereizt, Kleinigkeiten nerven sie. Mike unterstützt seine Freundin, so gut er kann, nimmt ihr Arbeiten im Haushalt ab und kocht für sie. «Darüber reden. Einfach zuhören. Das ist sehr wichtig.»

Das Fleisch ist gebraten, das Gemüse gar. Alles parat fürs Znacht in ihrer Wohnung. Was jetzt noch fehlt am Tisch sind Kinder. «Am liebsten ein Meitschi und ein Bueb», sagt Nadine. «Hauptsache, gesund.»

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