Neue Frisur, neuer Lifestyle, neue Ehe Lernen Sie Melanie Winigers andere Seite kennen!

Sie war die jüngste Miss mit der frechsten Klappe. Ihre Liebesdramen brachten sie auf Titelseiten, ihr Talent ins Kino. Melanie Winiger, 39, zeigt jetzt eine ganz neue Seite. Und sagt, wie die Liebe zu ihrem Ehemann Reto Ardour sie verändert hat.
Melanie Winiger
© David Biedert

Neues Gleichgewicht: Schauspielerin Melanie Winiger hat in den letzten zwei Jahren ihre innere Ruhe gefunden.

Melanie Winiger, Sie tragen die Haare plötzlich kurz. Oft bedeutet das Trennung. Muss ich mir Sorgen um Sie und Reto machen?
Nein. Ich bin eine Frau, die ihre Entscheidungen unabhängig von Männern treffen kann.

Wieso dann der Schnitt?
Ich hatte einfach die Schnauze voll von langen Haaren. Es kamen 25 bis 30 Zentimeter weg.

Was war der Auslöser?
Ich habe die Frisur an einem Model gesehen und war begeistert. Meine Stylistin war sofort dafür, dass wir das bei mir so umsetzen.

Hat der Schnitt wehgetan?
Die Coiffeuse hat mir weder in den Nacken geschnitten noch ging es mir emotional nahe (lacht). Ich habe Glück, dass meine Haare schnell nachwachsen. Und durchs Schauspielern bin ich dauernde Veränderung gewohnt.

Melanie Winiger
© David Biedert

Neuer Elan: Sport und vegane Ernährung laden Melanie Winigers Batterien wieder auf.

Sie wirken wie eine ganz andere Person.
So en Seich! Logisch, habe ich mich in meinen 39 Lebensjahren verändert, das ist ja gut so. Wenn ich als Einjährige stehen geblieben wäre, würde was nicht stimmen. Doch im Kern bin ich immer noch die Gleiche.

Doch, irgendetwas ist anders.
In den vergangenen zwei Jahren bin ich ruhiger und entspannter geworden.

Entspannter?
Meine Freunde sagen, mich bewege nicht mehr alles so massiv wie früher.

Melanie Winiger
© David Biedert

Neues Gemüt: Auch dank ihrem Mann Reto Ardour hat Winiger ihre Emotionen mehr unter Kontrolle.

Sie meinen, Sie sind nicht mehr so aufbrausend.
Ich bin immer noch sehr emotional, laut und direkt. Aber mein Gemüt ist ruhiger geworden, was mir sehr zugute kommt.

Ihre Beziehung zu DJ Reto Ardour dauert nun über zwei Jahre. Zufall?
Nein, es hat auch mit ihm zu tun. Reto brachte mich dazu, überlegter zu handeln. Ich habe gelernt, meine Energie gezielter einzusetzen.

Zum Beispiel für Sport. Das ist neu! Wie kommts?
Meine Freundin Eva Nidecker hat mir Sparkcycle gezeigt. Das ist quasi Tanzen in einem dunklen Raum mit lauter Musik – aber auf einem Velo! Ich bin ein Mensch, der erst Adrenalin braucht, um danach abzuschalten. Darum funktioniert bei mir auch Yoga oder Pilates nicht.

Melanie Winiger
© David Biedert

Neue Fitness: Mit Sparkcycle hat Winiger einen Sport gefunden, der ihr Spass macht.

Ich habe gehört, Sie seien sonst eher ein Sportmuffel.
Ich musste wegen meines Jobs schon immer fit sein. Jetzt ist es aber das erste Mal, dass ich gerne Sport treibe.

Wie sehr tun Sie es fürs Aussehen?
Ich gehöre leider nicht zu jenen, die so viel essen können, wie sie wollen, ohne zuzunehmen. Im Gegenteil: Ich habe schon etliche Diäten hinter mir. Sport mache ich also auch für meine Figur.

Wo sind denn Ihre Problemzonen?
Einfach gesagt ab Bauch abwärts (lacht). Hüfte und Beine sind sehr schwierig.

Sie werden nächstes Jahr 40. Steigt der Druck bezüglich Aussehen?
Die Gesellschaft legt besonders den Frauen starken Druck auf. Das ist sehr unfair. Viele meinen, mit über 40 dürfe man sich nicht mehr sexy zeigen. Ich werde versuchen, diesem Druck nicht nachzugeben.

Zu einem neuen Körpergefühl gehört oft auch eine andere Ernährung. Haben Sie umgestellt?
(Lacht und zögert.) Ich ernähre mich seit drei Monaten vegan.

Wieso lachen Sie?
Ich will nicht als Hardlinerin abgestempelt werden.

Das heisst, Sie machen Ausnahmen?
In den letzten drei Monaten nicht. Aber man weiss nie. Ich war lange Fleisch-Geniesserin. Wenn ich beginne, es zu vermissen, gehe ich zum Bauern, kaufe mir ein Stück Fleisch, von dem ich weiss, woher es kommt, und geniesse dann wieder. Aber momentan habe ich überhaupt kein Verlangen.

Melanie Winiger
© David Biedert

Neue Frisur: Melanie Winiger mag die Veränderung. 30 Zentimeter Haar kamen weg.

 
 

Wie halten Sie es als Modeliebhaberin mit Leder?
Ich schmeisse meine Stücke mit Leder, die ich schon besitze, nicht weg. Und wenn ich trotzdem etwas unbedingt haben will, kontrolliere ich erst, woher es kommt und wie es produziert wurde.

Woher der Wandel?
Ich habe auf Netflix den Film «What the Health» gesehen. Da geht es um negative Auswirkungen von tierischer Ernährung auf die Gesundheit. Das hat mich schockiert.

Was bringt die neue Ernährung?
Mehr innere Ruhe, mehr Energie, und ich bin viel weniger müde.

Galerie: Unsere Missen seit 1977


 

Das dürfte beim Schauspielern helfen. Gibts auch da Neuigkeiten?
Ich bin bei «Mordkommission Istanbul» ausgestiegen.

Wieso denn?
Ich war drei Jahre dabei, möchte mich nun aber weiterentwickeln.

Unsere SI-online-Leser wollen Sie als neue «Tatort»-Kommissarin!
Ich fände das super, ich bin offen dafür! Es wäre lässig, wieder mal in der Schweiz zu arbeiten. Das würde einiges erleichtern.

Reto ist ganz anders als mein Ex-Mann Stress

War die Familie ein Beweggrund für das Ende des Engagements?
Eigentlich nicht. Mein Sohn Noël ist 16, der ist es gewohnt, dass ich immer wieder länger weg bin. Zudem will ein Teenie in diesem Alter eh nicht jede Minute mit seinem Mami verbringen (lacht). Vielmehr lerne ich die Schweiz immer mehr schätzen.

Was denn konkret?
Die Lebensqualität ist so hoch wie nirgendwo. Es ist alles innert einer Stunde erreichbar. Wir haben viel Natur sowie urbane Räume, eine sehr breite Kultur... Man muss sich eher fragen: Was haben wir nicht?

Was Sie haben, ist ein Ehemann, und zwar seit über einem Jahr. Läuft diese Ehe besser als die erste?
Sie ist ganz anders. Zum Glück!

Melanie Winiger und Ehemann Reto Ardour Energy Fashion Night 2018
© David Biedert
Glücklich: Melanie Winiger hat DJ Reto Ardour im Sommer 2017 auf Ibiza das Ja-Wort gegeben.
 

Was ist denn so anders?
Erstens ist Reto ganz anders als mein Ex-Mann Stress. Und ich bin eine ganz andere Frau. Ich bin erwachsener geworden. Darum habe ich auch ein zweites Mal Ja gesagt. Und ich bin froh darum.

Wie unterscheidet sich Reto denn von Ihren früheren Partnern?
Männer haben immer das wilde Pferd in mir gesehen und wollten mich zähmen. Sie waren enttäuscht, weil sie es nicht konnten. Reto ist der Erste, der mich so liebt, wie ich bin.

Hat die Ehe die Beziehung verändert?
Nein. Zusammengelebt haben wir ohnehin schon vorher. Wir können sehr gut miteinander kommunizieren. Das hilft. Aber ich habe mich sicher verändert.

Wie denn?
Ich bin viel kompromissfähiger geworden. Und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass mir Kritiker immer gleich etwas Böses wollen. Ich habe erst jetzt erkannt, dass ich nicht alles kann. Und ich lerne gern noch dazu.

Dank Reto?
Er kann Kritik so vermitteln, dass man daraus lernen will. Er ist ein sehr guter und lieber Mensch. Das müssen auch immer wieder alle meine Freunde erwähnen.

Wieso verziehen Sie das Gesicht?
Er hat auch dunkle Seiten, aber die kennen nicht alle (lacht). Ich könnte gar nicht mit ihm zusammen sein, wenn er nur lieb wäre.

Was für dunkle Seiten denn?
Das verrate ich natürlich nicht.

Aber dafür eine schöne Seite?
Reto ist mein Ruhepol. Er ist äusserst strukturiert und organisiert. Von ihm lernte ich Pünktlichkeit.

Freuen sich Reto und Noël, dass Sie wieder mehr zu Hause sind?
Beide merkten, dass in der Wohnung plötzlich wieder viele Arbeiten erledigt sind (lacht). Die Wertschätzung steigt, wenn man eine Weile weg war.

In den vergangenen zwei Jahren bin ich ruhiger und entspannter geworden

Wie verstehen sich die beiden?
Sehr gut. Ich kenne aber niemanden, der sich nicht gut mit Noël versteht. Das Kind ist ein Segen. Endlich ein Mann mit Empathie!

Macht das Lust auf mehr Kinder?
Ich habe Noël mit 23 Jahren bekommen und seither viel Verantwortung übernommen. Jetzt, da er 16 ist, habe ich endlich wieder mehr Zeit für mich. Mit einem weiteren Kind hätte ich bis 60 wieder Verantwortung für einen Menschen. Das will ich nicht unbedingt. Doch radikal schliesse ich nie etwas aus.

Bereuen Sie, dass Sie so früh schwanger geworden sind?
Klar, wars eine riesige Herausforderung! Trotzdem war es die beste Zeit meines Lebens. Heute mit 39 geniesse ich die Momente mit meinem Teenie.

 
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