Michael Schumacher Er darf nach Hause!

Das sind gute Neuigkeiten von Michael Schumachers Management: 254 Tage nach seinem schweren Ski-Unfall ist der Formel-1-Rekordhalter wieder zu Hause im schweizerischen Gland VD.
Michael Schumacher aus Koma aufgewacht
© Reuters

Michael Schumacher ist wieder bei seiner Frau Corinna und seinen zwei Kindern.

Endlich darf Michael Schumacher, 45, wieder heim! «Michaels Rehabilitation wird von nun an von zu Hause aus fortgeführt werden», teilt seine Managerin Sabine Kehm am Dienstagnachmittag in einem offiziellen Statement mit. «Er hat in den vergangenen Wochen und Monaten der Schwere seiner Verletzung entsprechend Fortschritte gemacht, aber es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm.»

Dass der Formel-1-Star den Heilungsprozess schon bald zu Hause bei seiner Familie in Gland VD weiterführen kann, sei realistisch - und würde ihm helfen, prophezeite Prof. Jürg Kesselring, Chefarzt Neurologie und Neurorehabilitation in den Kliniken Valens schon letzte Woche in der «Schweizer Illustrierten». «Die gewohnte Umgebung ist ein Vorteil für die Genesung eines Patienten.»

«Die Familie Schumacher verfügt wahrscheinlich über die nötigen Ressourcen, um zuhause eine Art Mini-Klinik einrichten zu können», aber auch zwischenmenschlich werde die Familie vor einer weiteren Herausforderung stehen. «Die Kinder müssen zu ihrem Vater eine neue Beziehung aufbauen. Plötzlich haben sich die Rollen verändert - jetzt müssen sie ihm helfen, nicht mehr umgekehrt. Es müssen sich alle neu einfinden in die Familie», sagte Dorothee Rübel von Fragile Suisse, der Schweizerischen Vereinigung für hirnverletzte Menschen.

Am 29. Dezember 2013 verunfallte Schumacher in den französischen Alpen und lag darauf wochenlang im Koma. Ende Januar leiteten die Ärzte die Aufwachphase ein, Mitte Juni kam die erlösende Nachricht: Schumi liegt nicht mehr im Koma. Zur Rehabilitation wurde er ins Universitätsspital Lausanne verlegt.

«Beim gesamten Team des CHUV Lausanne möchten wir uns für die intensive und kompetente Arbeit herzlich bedanken. Wir bitten auch weiterhin darum, die Privatsphäre der Familie Schumacher zu respektieren und auch von Spekulationen über Michaels Gesundheitszustand abzusehen», schliesst Managerin Kehm die gute Nachricht ab.
 

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