Marie Wegener ist «Superstar» 2018 Für «DSDS»-Finalist Michel Truog hats nicht gereicht

Für den Schweizer «DSDS»-Teilnehmer Michel Truog ist der Traum vom «Superstar»-Titel ausgeträumt. Trotzdem sagt seine Mutter: «Ich bin so stolz auf Michel. Das kann man gar nicht in Worte fassen.»

Dieter Bohlen hat sein Talent vom ersten Augenblick an erkannt. Schon beim Casting wurde der Poptitan zu Michel Truogs grösstem Fan. Auch das Publikum war vom emotionalen Sänger begeistert und wählte den Schweizer ins grosse «DSDS»-Finale. Leider reichte es in der letzten Runde am Samstagabend dennoch nicht für den «Superstar»-Titel.

Das Rennen gemacht hat Marie Wegener. Die 16-Jährige ist die jüngste «DSDS»-Siegerin aller Zeiten und gewinnt nebst einem Preisgeld von 50 000 Euro einen Plattenvertrag mit Universal Music. Ihr Siegersong «Königlich» stammt aus der Feder des Poptitanen und Chef-Juroren Dieter Bohlen.

Trotz Niederlage kann Michel Truog auf die Unterstützung von Familie und Freunden zählen. «Ich bin so stolz auf Michel. Das kann man gar nicht in Worte fassen», schwärmt Mami Käthi Jucker, 53, gegenüber SI online. Ihr Sohnemann wurde von über dreissig Personen aus seinem Umfeld im RTL-Studio in Köln live bejubelt. «Ich habe zwar mit dem Sieg gerechnet, trotzdem waren gemischte Gefühle dabei», fasst Mama Truog ihre Emotionen zusammen. 

Vorschau DSDS Finale 2018
© Stefan Gregorowius

Michael Rauscher, Janina el Arguioui, Marie Wegener und der Schweizer Michel Truog traten beim «DSDS»-Finale gegeneinander an. Für den Schweizer reichte es leider nicht.

Michel folgte dem Rat der Jury, sich auf deutschsprachige Lieder zu fokussieren. «Dieter ist ein Experte. Wenn er sagt, es passt zu mir, dann hat er wohl recht. Ich vertraue ihm da auch hundertprozentig», hatte er vergangene Woche zu SI online gesagt. Zuerst sang der Schweizer Tim Bendzkos, 33, Song «Am seidenen Faden». Das zweite Lied wurde extra für die Finalisten komponiert. Mit dem Titel «Und sie rennt» versuchte Michel das Publikum noch ein letztes Mal von seinem Talent überzeugen. 

Die Jury war von seinem Auftritt hellauf begeistert. Dieter Bohlen, 64, meinte nach dem Auftritt: «Du hast hier wirklich alles rausgerissen, was man kann! Alles richtig gemacht, super!» Was Michel Truog mit einer kleinen Überraschung verdankte: einer Schachtel Schokolade!

Doch auch den anderen Jurymitgliedern gefiel Michels Performence: «Der Knoten ist geplatzt», sagt Carolin Niemczyk. «Du hattest Spass, das hat man gesehen.» Und Mousse T. sagte einfach: «Das hier ist die Krönung!» Doch die Stimmen der Juroren spielten in der finalen Live-Show keine Rolle mehr. Der Sieger wurde durch ein Zuschauer-Voting gewählt.

Für Michel Truog ist die Niederlage kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. «Ich werde meinen Traum weiterhin verfolgen und mit ganz viel Ehrgeiz daran arbeiten.» Immerhin hat es der Schweizer beim zweiten Anlauf weit gebracht. Der Neftenbacher hat sein Glück bei der deutschen Castingshow vor fünf Jahren schon einmal versucht. Damals wurde er schon beim Casting wieder nach Hause geschickt. «Ich war zu unsicher und brachte kein Wort heraus», erinnert er sich heute. Dieses Mal war alles anders.

Michel Truog: Sein langer Weg ins «DSDS»-Finale

In der Zwischenzeit hat Michel an seiner Stimme gearbeitet, mächtig an Selbstvertrauen gewonnen und seine grosse Liebe Vera, 25, kennengelernt. Doch ein schwerer Schicksalsschlag prägte den jungen Mann. Seine Mutter Käthi Jucker, 53, unterzog sich vor drei Jahren einem Routine-Eingriff, der schief ging. Seither ist sie auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen. Das zwang Michel innert kürzester Zeit, selbstständiger zu werden. «Das Schicksal meiner Familie soll aber nicht im Vordergrund stehen. Das gehört für mich einfach nicht zum Wettbewerb», erzählte Michel, als wir ihn bei seinem Mami in Neftenbach besuchten. 

Das «DSDS»-Kapitel geht heute zu Ende. «Obwohl es eine tolle Zeit war, freue ich mich wieder darauf, nach Hause zu gehen.» Michel wohnt seit zwei Jahren mit seiner Freundin in Wil ZH. «Ich glaube, den Partner vermisst man in dieser Zeit am meisten.» Und das, obwohl sich die beiden jede Woche trafen, weil Vera extra für die Live-Shows nach Köln reiste. «Das gab mir immer Kraft für die folgende Woche.»

Schon vor dem Finale hatte der Sänger einen Plan: Sobald er nach seiner Rückkehr in die Schweiz wieder etwas Zeit findet, möchte Michel mit seinen Liebsten ein wenig abschalten. «Ich schnappe mir Vera, meinen Hund und fahre mit dem Auto für zwei bis drei Wochen in den Süden in die Wärme», erzählte er im Vorfeld.

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