Ex-Vize-Miss Michèle Stofer in New York Schlemmen und Floaten an Thanksgiving

Thanksgiving gehört in den USA zu den höchsten Feiertagen. Da das Erntedankfest jährlich am vierten Donnerstag im November gefeiert wird, nutzen viele das verlängerte Wochenende, um ihre Familien zu besuchen. Ich hatte bereits ab Mittwoch frei und konnte somit fünf freie Tage in New York geniessen.
Michèle Stofer
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Ex-Vize-Miss Michèle Stofer berichtet wöchentlich exklusiv für SI online von ihren Erlebnissen in New York.

Thanksgiving geht bis ins Jahr 1621 zurück und gehört in den USA zu den wichtigsten Feiertagen des Jahres. Da viele für diesen Feiertag ihre – zum Teil weit weg wohnenden – Familien besuchen gehen, waren die Strassen in New York letzten Donnerstag fast leer.

Macy's Thanksgiving Party begeistert Millionen

Wenn ich an Thanksgiving schon mal in der Stadt bin, war für mich auch klar, was an diesem Tag auf meinem Programm steht: die Macy’s Thanksgiving Parade! Die in der Upper West Side startende, am Central Park vorbeiführende und 77 Blocks später vor dem Einkaufszentrum Macy endende Parade ist weltbekannt. Seit 1924 begeistert sie Millionen von Menschen – vor Ort und via Live-Übertragung am Fernsehen. So schauten sich dieses Jahr 3.5 Millionen in New York die Parade an und über 50 Millionen Menschen weltweit am Bildschirm.

Die Parade beginnt jeweils um 9 Uhr und so machten wir uns um 7.30 Uhr auf den Weg, damit wir um 8.15 Uhr an der Upper West Side sein konnten und so – hoffentlich – einen guten Platz ergattern können. Obwohl wir dachten, dass wir um diese Zeit genügend früh vor Ort sein würden, säumten schon unzählige Menschen die Strassenseiten. Anscheinend sind die ersten Menschen bereits um 7 Uhr vor Ort, um eine gute Sicht auf die Parade zu haben. So standen wir schliesslich ungefähr in der 20. Reihe.

Michèle Stofer
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Macys Thanksgiving Parade: Olaf, der Schneemann, kommt als erster Float geflogen.

Etwas nach 9 Uhr ging es los: Olaf, der Schneemann, kam in Übergrösse angeflogen. Da die «Floats» – die riesigen bunten Ballone – riesig und weiten oben in der Luft waren, hatten wir auf diese trotzdem eine gute Sicht. Nur die Musiker und Volunteers, die mit der Parade mitliefen, sahen wir nicht. Die Kinder um uns klatschten und schrien – und auch wir fanden den Riesenballon toll! Während rund eineinhalb Stunden sahen wir Pikatchu, Hello Kitty, Riesenkürbisse, Ronald McDonald, Charlie Brown, einen Angry Bird, Spongebob Schwammkopf und viele mehr an uns vorbeischweben. 

Michèle Stofer
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Hello Kitty schwebt vorbei. Die Musiker sieht man aus der 20. Reihe leider nicht.

Die Stimmung war toll und ich genoss es sehr, diese traditionsreiche Parade live sehen zu können. Nachdem der Santa Claus den Schluss der Parade signalisierte, konnten wir auf der sonst stark befahrenen 8th Avenue Richtung Columbus Circle laufen, da die Strasse nach wie vor abgesperrt war.

Essen bis die Bäuche platzen

Zu einem richtigen amerikanischen Thanksgiving gehört natürlich auch ein traditionelles Abendessen. Ein Freund von mir lud mich zu seiner Arbeitskollegin ein, wo wir uns mit leckerem Truthahn, Stuffing, Kartoffelstock, Cranberries, Pudding und Gravy die Bäuche vollschlugen.

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Passte fast nicht mehr rein: Zum Dessert gabs Apfelkuchen und Cheesecake mit Kürbis. 

Und als wären wir nach dem Hauptgang noch nicht voll genug gewesen, gab es zum Dessert noch Apfelkuchen und Cheesecake mit Kürbis. Die Gastgeberin brachte es auf den Punkt: an Thanksgiving geht es um das Zusammensein mit der Familie und Freunden – und dass man viel zu viel isst!

Im Dossier: Alle Beiträge aus New York von Michèle Stofer

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