Martina Hingis «Mir fehlt der Partner»

Derzeit weilt die Ex-Weltnummer-1 des Tennis, Martina Hingis, für ein Turnier in den USA und sinniert über Vergangenes, die Gegenwart und die Zukunft.
Martina Hingis wurde Anfang Jahr in die Modelkartei von Ursula Knechts Agentur Option aufgenommen.
© Thomas Buchwalder Martina Hingis wurde Anfang Jahr in die Modelkartei von Ursula Knechts Agentur Option aufgenommen.

Sie war 209 Wochen die Nummer Eins, gewann fünf Grand-Slam-Titel, verabschiedete sich 2002 wegen chronischer Frussprobleme vom Tenniszirkus. Doch Martina Hingis, 29, kämpfte sich zurück – bis sie nach Dopingvorwürfe Ende 2007 ihren endgültigen Rücktritt bekannt gab. Seither machte sie mit gescheiterten Liebesbeziehungen, ihrer Leidenschaft für den Pferdesport und Versuchen als Model von sich reden.

Zwischendurch findet Hingis immer wieder den Weg zurück zum Tennis. An Show- oder Wohltätigkeitsturnieren. So auch dieser Tage im amerikanischen Kansas City, wo der «World Teamtennis»-Anlass (WTT) ansteht. Mehrere Teams bestehend aus aktuellen und einstigen Tennisgrössen treten gegeneinander an. Hingis unterstützt das Team der «New York Buzz».

Im Rahmen einer Pressekonferenz spricht die Schweizerin auch über Comeback-Versuche: «Es ist doch nur natürlich, dass ich solche Gedanken im Hinterkopf habe.» Aber trotzdem käme ein solcher nicht mehr in Frage. «Ausser vielleicht im Doppel. Aber dazu fehlt mir der Partner.» Doch, so ergänzt sie, spüre sie die mangelende physische Stärke. «Ich glaube, ich wäre zu solchen Leistungen nicht mehr fähig.»

Trotzdem könne sie die Finger nicht vom Racket lassen, geniesse es immer noch, Tennis spielen zu können. «Ich bin auch jeden Tag dankbar, dass es Tennis gibt. Ihm habe ich ein grossartiges Leben zu verdanken. Nun habe ich an Charity-Veranstaltungen die Möglichkeit, vieles zurückzugeben.»

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