Roger Federer «Mirka und ich wünschen uns weitere Kinder»

Der Schweizer strebt seinen siebten Wimbledon-Triumph an und die Rückkehr auf den Tennis-Thron. In einem Interview sagt Roger Federer, warum ihm das gelingen soll. Und er spricht über die Erziehung seiner beiden Töchter Myla und Charlene.
Zuerst die Tennis-Karriere, dann der Nachwuchs: Roger Federer wünscht sich Geschwisterchen für seine beiden Töchter.
© Reuters / Dukas Zuerst die Tennis-Karriere, dann der Nachwuchs: Roger Federer wünscht sich Geschwisterchen für seine beiden Töchter.

Rafael Nadal musste überraschend seine Koffer packen. Roger Federer hingegen wills besser machen. Mehr noch: Der 30-Jährige strebt seinen siebten Sieg in Wimbledon an und will endlich wieder an die Spitze der Weltrangliste zurückkehren. Am Montagnachmittag trifft er im Achtelfinal auf den Belgier Xavier Malisse.

Der Schweizer Tennis-Star ist überzeugt, dass er noch immer mit Novak Djokovic & Co. mithalten kann. «Ich fühle mich heute besser als vor fünf Jahren», sagt er selbstbewusst im Interview mit «Bild am Sonntag». Das zeige ihm, dass sein Körper fitter denn je sei. Und dass er «ohne Probleme das Level noch mehrere Jahre halten» könne. Ans Aufhören will er nicht einmal denken. «Den Jungs da vorne will ich das Leben schon noch schwer machen. Mit mir ist es vielleicht noch etwas spannender an der Spitze.»

Federers Erfolgsgeheimnis: Urlaub und Familie. «Ich überspiele mich nicht. Ich nehme immer zwei, drei Wochen Ferien am Stück. Entspannen, Familienzeit haben - das ist wichtig.» Alles unter einen Hut zu bringen ist nicht zuletzt auch das Verdienst seiner Mirka, 34. Sie zieht die Fäden im Hintergrund, ist Ehefrau, Mutter und Managerin gleichermassen. Dabei lebt sie nicht nur den Traum ihres Mannes, sondern auch ihren eigenen. Sie habe sich immer gewünscht, dass die gemeinsamen Zwillinge ihren Papa noch spielen sehen können, sagt Roger Federer. Noch wüssten Charlene und Myla jedoch nicht, dass er ein Star ist. «Sie wissen vielleicht, dass ihr Vater ein Tennisspieler ist. Und denken, dass dies ganz normal ist.»

Für die Erziehung ihrer beiden Töchter holen sich die Federers Tipps bei anderen Eltern. Auch wenn ihre Situation eine besondere ist. Die Familie ist ständig unterwegs, übernachtet jede Woche in einem anderen Zimmer. «Da muss es klare Regeln geben», weiss der Schweizer. Und betont, was er schon Anfang Jahr angedeutet hat: Mirka und er wünschen sich unbedingt noch weiteren Nachwuchs. Wenn auch noch nicht gleich, schliesslich hätten sie «die Hände voll» mit den Zwillingen. «Weitere Kinder - das ist ein Thema für morgen.»

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