Dominique Rinderknecht referiert im Kinderdorf Mobbing: Die Miss Schweiz weiss, wovon sie spricht

Sie war der Star des Tages im Kinderdorf Pestalozzi: Miss Schweiz Dominique Rinderknecht besuchte die Jungs und Mädchen in Trogen und klärte die Teenager über Cybermobbing auf. Wie es ist, in der Schule ausgegrenzt zu werden, hat sie schliesslich selbst erlebt.

Als Miss Schweiz weiss Dominique Rinderknecht, wie wichtig es ist, im Umgang mit dem Internet vorsichtig zu sein. «Ich überlege mir immer sehr genau, was ich auf Facebook hochlade», sagt die amtierende Schönheitskönigin im Gespräch mit SI online. Cybermobbing ist keine Seltenheit mehr. «Gerade für Teenager ist das ein wichtiges Thema. Deswegen will ich mein Wissen weitergeben», so die 24-Jährige.

Und das tut sie auch. Am Montag besuchte sie die Schüler des Kinderdorfes Pestalozzi in Trogen AR. Kaum stieg sie aus dem Wagen, rannten die Kinder auf sie zu. «Es war mega herzig», berichtet die Miss Schweiz. «Schüchtern waren sie überhaupt nicht. Sie begannen sofort, Fotos von mir zu machen.» Doch auch wenn anfangs helle Aufregung herrschte: Als Dominique Rinderknecht mit ihrem Referat über Cybermobbing startete, hörten die Teenager aufmerksam zu.

«Ich erklärte ihnen, wie sie ihre Passwörter schützen und wo sie Beratungsstellen finden können.» Und natürlich, wie gefährlich es sein kann, intime Bilder ins Netz zu stellen. «Geraten die in Umlauf, kann es schnell ausarten.» Die Miss Schweiz selbst hatte im Umgang mit dem Internet bisher Glück. «Es kam auch schon vor, dass mich Menschen online beleidigt haben. Aber nur in seltenen Fällen. Zudem noch nie so stark, dass ich darauf hätte reagieren müssen.»

Dennoch weiss sie, wie sich Ausgrenzung anfühlt. «Von Mobbing war ich in meiner Schulzeit selbst betroffen», gesteht sie. «Ich war ein herziges Mädchen und gut in der Schule, was den Jungs imponierte. Doch den Mädchen passte das nicht.» In der sechsten Klasse hatte sie keine Freundinnen mehr. «Ich war so froh, ans Gymnasium wechseln zu können, um von dieser Schule wegzukommen.»

Davon hat sich Dominique Rinderknecht aber nie unterkriegen lassen. «Es war alles andere als lustig. Aber ich war damals stark genug, um mit meinen Eltern zu reden. Und genau das empfehle ich auch den Schülern.» Es sei schön, dass sie ihre Funktion als Miss Schweiz nutzen könne, jungen Menschen etwas beizubringen. Im Kinderdorf Pestalozzi funktionierte es wunderbar. «Einer Miss Schweiz hören die Kinder halt zu», sagt sie lachend.

Weitere Artikel über Dominique Rinderknecht finden Sie im grossen Missen-Dossier.

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